Mit drei Club-Legenden

Spotify-Gründer will Arsenal kaufen

FC Arsenal 2004
FC Arsenal 2004
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27. April 2021 - 6:39 Uhr

Premier League: Ungewöhnliches Quartett plant Arsenal-Übernahme

Der FC Arsenal stand eben erst wegen dem irren Hin und Her in der Super League in den Schlagzeilen. Nun bahnt sich ein gewaltiger Umbruch bei den "Gunners" an. Spotify-Gründer und Milliardär Daniel Ek will den Traditionsclub aus London zusammen mit drei Club-Legenden kaufen.

Ek seit Kindheit großer Gunners-Fans

Spotify-Gründer Daniel Ek
Spotify-Gründer Daniel Ek
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Schon in der Vorwoche hatte Ek seine Bereitschaft via Twitter signalisiert, bei einem möglichen Verkauf des Teams seinen Hut in den Ring zu werfen.

Der Gründer der Musik-Streamingplattform hat ein geschätztes Vermögen von knapp vier Milliarden Euro, ist nach eigenen Angaben seit seiner Kindheit großer Arsenal-Fan (ob er in Arsenal Bettwäsche geschlafen hat, ist noch nicht überliefert).

Übereinstimmenden englischen Medienberichten zufolge will der Schwede "in den kommenden Tagen" ein Übernahmeangebot abgeben. Im Raum stehen rund 1,8 Milliarden Pfund (2,07 Milliarden Euro). Angeblich verlangt der bisherige Arsenal-CEO Stan Kroenke 2 Milliarden Pfund (2,3 Milliarden Euro). Streaming-Guru Ek will sich dafür mit den Ex-Spielern Thierry Henry (43), Patrick Viera (44) und Dennis Bergkamp (51) zusammenschließen.

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Arsenal v Everton - Premier League - Emirates Stadium Fans protest against Arsenal owner Stan Kroenke before the Premier League match at the Emirates Stadium, London Picture date: Friday April 23, 2021. EDITORIAL USE ONLY No use with unauthorised aud
Aufgebrachte Fans protestierten in der vergangenen Woche gegen CEO Stan Kroenke
© imago images/PA Images, John Walton via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Mit diesem Trio würde er sicher auch die aufgebrachten "Gunners"-Fans besänftigen. Am vergangenen Freitag protestierten viele Arsenal-Anhänger vor dem Clubzentrum. Sie sind unzufrieden mit dem 73 Jahre alten Clubchef (geschätztes Vermögen: 6,8 Milliarden Euro), dessen Holding unter anderem auch die US-Clubs Denver Nuggets (NBA) und Los Angeles Rams (NFL) führt.

Das ohnehin angekratzte Verhältnis zwischen dem Arsenal-Boss und den Fans erreichte nach dem angekündigten Beitritt zur Super League und dem folgenden PR-Desaster einen neuen Tiefpunkt.

Die "Unbesiegbaren" von 2004 haben Legenden-Status

Ein Bild aus besseren Tagen: Dennis Berggamp mit Patrick Viera und Thierry Henry
Ein Bild aus besseren Tagen: Dennis Bergkamp (o.) mit Patrick Viera (l.) und Thierry Henry (2.v. r.)
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Henry und Co. sind bei den Fans hingegen äußert beliebt. Kein Wunder: Zusammen gewannen sie zum Beispiel 2004 ungeschlagen den Meistertitel. Blasse Erinnerungen an bessere Zeiten. Aktuell ist das Team abgeschlagener Zehnter in der Premier League, Champions League und sogar Europa League sind in weiter Ferne.

Henry schoss jüngst gegen die Chefetage. "Ich erkenne meinen Club nicht mehr wieder. Was jetzt passiert ist mit der Super League, der Versuch einer geschlossenen Liga beizutreten, macht für mich keinen Sinn", kritisierte der Franzose. "Sie haben den Club wie ein Unternehmen geführt, nicht wie einen Fußballclub. Sie haben ihr wahres Gesicht gezeigt."

Der Poker geht erst los und eines dürfte klar sein: Falls der Deal klappt, schnellt der private Konsum von Arsenal-Playlists bei Ek und Co. auf Spotify sicher deutlich nach oben.