Favorit entgeht Blamage: Frankreich siegt dank Hilfsmitteln

Dass er sein Können nur einmal aufblitzen ließ, reichte Frankreich zum Sieg: Paul Pogba
Dass er sein Können nur einmal aufblitzen ließ, reichte Frankreich zum Sieg: Paul Pogba
© REUTERS, TORU HANAI, saw

16. Juni 2018 - 15:05 Uhr

Technik, die (nur Frankreich) begeistert

Für Top-Favorit Frankreich wäre der Start in die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland beinahe mächtig in die Hose gegangen. Mit der jüngsten Startelf (Durchschnitt 24,5 Jahre) der Franzosen in einem WM-Auftaktspiel seit 1930 rang die Equipe Tricolore Australien mit 2:1 (0:0) nieder und profitierte dabei ausschließlich von technischen Hilfsmitteln.

Erste Entscheidungs-Korrektur per Videobeweis der WM-Geschichte

Antoine Griezmann brachte das hochgelobte, aber ideenlose Star-Ensemble von Trainer Didier Deschamps in der 58. Minute per Strafstoß in Front. Diesem ging erstmals eine Entscheidungs-Korrektur bei einer WM per Videobeweis voraus. Nach einer Attacke von Australiens Joshua Risdon am französischen Starstürmer Griezmann im 16er gab der argentinische Video-Assistent Mauro Vigliano den entscheidenden Hinweis. Schiedsrichter Andres Cunha (Uruguay) hatte zunächst weiterlaufen lassen.

Und dann hilft auch noch Goal Control

Doch kurz darauf zwang Mile Jedinak (62.) den großen Favoriten zur Schlussoffensive. Samuel Umtiti vom FC Barcelona hatte den Australiern mit einem dummen Handspiel ebenfalls einen Elfmeter geschenkt, den der 33 Jahre alte Mittelfeldspieler eiskalt versenkte. Letztlich rettete Goal Control die Blauen in der 81. Minute. Die Torlinientechnologie bestätigte: Paul Pogbas abgefälschte Bogenlampe war von der Unterkante der Latte hinter die Linie geprallt.​

Pogbas Freude über seinen ersten WM-Treffer für Frankreich währte aber nicht lange. Die FIFA wertete das 2:1 nachträglich als Eigentor von Australiens Aziz Behich. 

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Multi-Millionen-Sturm nur ein laues Lüftchen

Prall war sonst kaum etwas: Als Flop erwies sich bei der Grande Nation, die vor vier Jahren in Brasilien im Viertelfinale an Deutschland gescheitert war (0:1), vor allem der Multi-Millionen-Sturm aus Griezmann, Kylian Mbappe und dem früheren Dortmunder und heutigen Barca-Profi Ousmane Dembele. Das Trio war zu verspielt, bekam von den Australiern kaum Luft zum Atmen. Auch Manchester Uniteds Superstar Pogba trat lange kaum in Erscheinung.

Frankreich vs. Australien: Das Spiel im Liveticker nachlesen.

Gruppe D: Alle Ergebnisse und die aktuelle Tabelle gibt es hier.