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'Fat Cat Day': Top-Manager haben jetzt schon so viel verdient wie normale Arbeitnehmer im ganzen Jahr

Den 'Fat Cat Day' begehen die Vorstände in britischen Aktiengesellschaften bereits am 4. Januar.
'Fat Cat" werden im englischsprachigen Raum besonders reiche Menschen genannt. © deutsche presse agentur, dpa

Krasse Gehaltsunterschiede auch in Deutschland

Den 'Fat Cat Day' begehen die Vorstände in britischen Aktiengesellschaften bereits am 4. Januar: Am vierten Tag des neuen Jahres haben die Top-Manager schon so viel Geld verdient wie ein durchschnittlicher Arbeitnehmer im ganzen Jahr. In Deutschland sieht es nicht viel anders aus: Die "fetten Katzen" haben bis zum ersten Wochenende des Jahres bereits ein durchschnittliches Jahresgehalt in der Tasche. Das macht vor allem eins deutlich: Die Gehaltsunterschiede in westlichen Ländern sind wirklich krass.

Unterschiede der Einkommen so hoch wie vor 100 Jahren

Denn auch in Deutschland geht die Einkommensschere immer weiter auseinander. Laut einer aktuellen Studie des Ökonomen Thomas Piketty entfielen auf die obersten zehn Prozent der Haushalte 40 Prozent des Gesamteinkommens - das ist genau so viel wie im Jahre 1913. Die Ungleichheit der Einkommen wäre damit genau so hoch wie vor 100 Jahren. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung sieht diese Entwicklung problematisch: Die Löhne nach Inflation sowie die Einkommen der unteren 40 Prozent sind heute niedriger als vor 20 Jahren.

Aber zurück zu den fetten Katzen - "Fat Cat" werden im englischsprachigen Raum besonders reiche Menschen genannt: Ein normaler Vorstand eines der 30 DAX-Konzerne verdient nach Berechnungen des Aktionärsschützervereins DSW im Schnitt 3,4 Millionen Euro im Jahr. Das durchschnittliche Bruttoeinkommen für eine Vollzeitstelle in Deutschland liegt bei rund 42.500 Euro. Damit hat bei uns eine "fette Katze" nach rund 4,5 Tagen im neuen Jahr so viel verdient wie ein fleißiger Arbeitshamster im gesamten Jahr. Fragt sich nur, ob dieser ungleiche Verdienst auch wirklich verdient ist.  

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