So lebt es sich auf der nördlichsten Insel der Welt

Faszination Spitzbergen: Ein Paradies in eisiger Kälte

17. April 2020 - 14:12 Uhr

Atemberaubend schön, aber auch atemberaubend kalt

Was die Temperaturen angeht, ist das Leben auf Spitzbergen, der nördlichsten Inselgruppe der Welt, kein Zuckerschlecken: Als unser Reporter Nils Reucker dort ankommt, sind es -17 Grad Celsius. Das ist so kalt wie in einem Gefrierfach! Doch für diese Eiseskälte entschuldigt die atemberaubend schöne Natur, von der Sie sich im Video selbst überzeugen können. Dort erleben Sie auch den bewegenden Moment, in dem Reporter Nils zum ersten Mal Polarlichter sieht und das große Fest, das gefeiert wird, wenn die Sonne nach ganzen drei Monaten endlich wieder aufgeht.

Spitzbergen liegt 3.000 km nördlich von Deutschland

Die Inselgruppe Spitzbergen liegt rund 3.000 Kilometer nördlich von Deutschland - und damit fast am Nordpol. Offiziell gehört die Inselgruppe zu Norwegen. Hier kann jeder wohnen und arbeiten wie er möchte, denn: Spitzbergen ist die einzige visafreie Zone der Welt.

Seit etwa 1900 besiedeln Menschen die Inselgruppe, damals hauptsächlich wegen des hohen Kohlevorkommens. Das größte Dorf von Spitzbergen ist Longyearbyen. Heute leben knapp 2.000 Menschen auf Spitzbergen - und ganze 3.000 Eisbären.

Drei Monate lang geht die Sonne nicht auf

Von November bis Ende Januar scheint in Spitzbergen keine Sonne. Umso größer ist die Freude dort, wenn sie nach drei Monaten endlich wieder aufgeht. Von April bis August geht sie dafür gar nicht unter. Im Winter wird es bis zu -25 Grad Celsius kalt - aber auch die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei frostigen -6,7 Grad Celsius.