Fast verhungert: Siebenjähriger will Lieblingsteddy verkaufen, um etwas essen zu können

18. August 2016 - 11:15 Uhr

Es brach mir das Herz"

Ein kleiner Junge, der versucht sein Kuscheltier zu verkaufen. Ein seltsames Bild, das sich dem Polizisten Steve Dunham vor einem Supermarkt in den USA bot – und das ihn glücklicherweise zum Handeln bewegte. Denn als er den Siebenjährigen fragte, warum er sein Lieblingskuscheltier loswerden wolle, gab dieser dem Beamten eine gleichermaßen entsetzliche wie banale Antwort: Er habe Hunger und brauche Geld, um sich etwas zu kaufen.

Fast verhungert: Siebenjähriger will Lieblingsteddy verkaufen, um etwas essen zu können
Ein hartgesottener Polizist, der bei der Geschichte des Siebenjährigen schlucken musste: Steve Dunham

Die Not war offensichtlich so groß, dass der Kleine keinen anderen Ausweg mehr sah. Er hatte tagelang nichts gegessen, berichtet Dunham mehreren US-Medien. Seine Eltern hatten noch nicht einmal bemerkt, dass er nicht mehr da war. "Es brach mir das Herz", sagte Dunham dem Sender WLWT. Es sei schwer gewesen, mit dem Jungen zu sprechen, denn er sei schüchtern und misstrauisch gegenüber dem Fremden gewesen. "Er hatte Angst, dass er zu Hause Ärger kriegen würde", so der Polizist weiter.

Dunham schenkte dem Jungen ein Sandwich. Während der Junge aß, erzählte er dem Polizisten, wie seine Eltern heißen und wo er wohnt. Mit mehreren Kollegen suchte Dunham suchte das Elternhaus des Jungen auf. Und auch dort erwartete die Beamten nichts Gutes.

Vergammelte Essensreste und Ungeziefer zwischen Schnapsflaschen in der Wohnung

Fast verhungert: Siebenjähriger will Lieblingsteddy verkaufen, um etwas essen zu können
Schrecklicher Anblick, der sich den Polizisten in der Wohnung des fast verhungerten Jungen bot.

Dort lebten vier weitere Jungen im Alter von 11, 12, 15 und 17 Jahren vor. Es sei völlig unordentlich gewesen, so die Polizisten. Der Boden des Hauses sei mit Müll und leeren Schnapsflaschen übersät gewesen. Dazwischen sei Ungeziefer umhergelaufen, es habe streng nach Katzen- und menschlichem Urin gerochen. Die Polizisten fotografierten den Kühlschrank, in dem nur noch vergammelte Essensreste lagen.

Während die Kinder vorübergehend bei Verwandten untergekommen sind, müssen sich jetzt die Eltern wegen Gefährdung des Kindeswohls vor Gericht verantworten. Der Kontakt zu den Jungen ist ihnen bis zum Gerichtstermin untersagt.