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Fast 12.000 Menschen werden in Deutschland vermisst

Jeden Tag 200 bis 300 neue Fälle

Fast 12.000 Menschen werden in Deutschland vermisst

ARCHIV - 27.08.2010, Schwerin: ILLUSTRATION - Hinter einer Lupe ist der Schriftzug "Vermisste Person" auf einem Fahndungsaufruf auf der Internetseite des Bundeskriminalamtes (BKA) zu sehen. (zu dpa «Rund 11 800 Menschen in Deutschland vermisst») Foto
Vermisste Person
fve htf tig sja rho, dpa, Jens Büttner

5.600 Vermisste sind jünger als 18

Weihnachten ist für manche Menschen eine besonders schmerzliche Zeit - wenn jemand aus ihrer Mitte plötzlich verschwunden ist. Das sind in Deutschland offiziell 11.776 Männer, Frauen und Kinder. So viele galten Anfang Dezember als vermisst.

Aufklärungsquote bei vermissten Kindern über 90 Prozent

Leere Schaukel (Symbolfoto).
Leere Schaukel (Symbolfoto).
dpa, Malte Christians

9.772 von ihnen werden in Deutschland vermisst, bei den anderen rund 2.000 Menschen handelt es sich um Fälle, bei denen das Bundeskriminalamt (BKA) bei Vermisstenfahndungen aus dem Ausland miteingebunden wurde.

In der Summe werden Vermisste, unbekannte Tote und hilflose Menschen, deren Identität unbekannt ist, zusammengefasst. Darin enthalten sind Vermisstenfälle, die innerhalb von einigen Tagen geklärt werden, erläuterte das BKA.

Pro Tag gebe es zwischen 200 und 300 neue Fälle, etwa die gleiche Zahl werde pro Tag gelöscht. Nach den Erfahrungen der Ermittler erledigt sich etwa die Hälfte aller Vermisstensachen innerhalb der ersten Woche. Der Anteil von Menschen, die länger als ein Jahr vermisst werden, liegt bei drei Prozent. Eine Personenfahndung kann laut BKA bis zu 30 Jahren bestehen bleiben.

Unter den Vermissten sind mehr als 2.000 Kinder im Alter bis 13 Jahre und rund 3.600 Jugendliche bis 17 Jahre. In dieser Summe werden auch Mädchen und Jungen gezählt, die einem Elternteil zu Unrecht entzogen werden (885). Grundsätzlich liege die Aufklärungsquote der Vermisstenfälle bei Kindern bei über 90 Prozent.