2018 M08 19 - 12:47 Uhr

Große regionale Unterschiede bei Masern

Täglich werden in Deutschland neue Masern-Fälle gemeldet. Für Babys kann die Erkrankung lebensbedrohlich sein, weil sie erst nach dem vollendeten elften Lebensmonat geimpft werden können. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat jetzt neue Zahlen veröffentlicht, die zeigen, wo Masern häufiger auftreten. Soviel vorab: Es gibt große regionale Unterschiede.

Die meisten Masern-Fälle sind in Berlin und NRW

"In einigen Bundesländern treten die Masern nur noch selten in Erscheinung, wie in Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland oder Sachsen-Anhalt", heißt es in einem aktuellen Bericht. Häufiger träten Masern hingegen etwa in Berlin und Nordrhein-Westfalen auf. Unter den fast jedes Jahr betroffenen Bundesländern seien insbesondere solche mit hoher Bevölkerungsdichte oder großen Ballungszentren, hieß es. Im vergangenen Jahr gab es 929 Masern-Fälle in Deutschland. Die genauen Zahlen können Sie HIER nachlesen.

Schnelle Ausbreitung in Ballungsräumen

In einwohnerstarken Bundesländern begünstigen mehrere Faktoren eine schnelle Ausbreitung: Die Menschen lebten dichter zusammen. Außerdem importieren Touristen, Studenten und Migranten Masern-Fälle in die Ballungsgebiete. Dort sei es dann auch am wahrscheinlichsten, auf Menschen ohne Impfschutz zu treffen.

Masern gehen mit grippeähnlichen Symptomen und später einem charakteristischen Hautausschlag einher. Sie schwächt das Immunsystem und kann in sehr seltenen Fällen tödlich enden.