"Auftritt unglücklich"

Fanszene lässt Hopps Friedensangebot kalt

Dietmar Hopp
Dietmar Hopp
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05. April 2020 - 15:37 Uhr

Dietmar Hopp reicht Friedenspfeife - Fans unschlüssig

Die organisierte Fanszene hat zurückhaltend auf das Friedensangebot von Dietmar Hopp reagiert. "Ich bin gespannt, ob den Worten auch Taten folgen. Unmittelbar nach den Protesten hatte Herr Hopp ja einige Giftpfeile abgeschossen", sagte Sprecher Rainer Vollmer von "Unsere Kurve", der Interessengemeinschaft der Fanorganisationen. "Ich fand den Auftritt unglücklich. In so einer Situation ein solches Fass wieder aufzumachen, ist unpassend."

Hopp wendet sich an Fans

Der als Mäzen des Bundesligisten TSG Hoffenheim teils heftig angefeindete Hopp war zuvor einen Schritt auf die Anhänger zugegangen. "Ich will das alles vergessen, wenn es von nun an Geschichte ist", sagte der 79-Jährige im Aktuellen Sportstudio des ZDF: "Mich würde es natürlich freuen, wenn diejenigen, die mich grundlos seit 13 Jahren beschimpfen, irgendwann einmal damit aufhören."

Hopp wählte dabei aber nicht nur versöhnliche Worte: "Mich zum Gesicht für den Kommerz zu machen, ist wirklich nicht nachvollziehbar. Leider war die Hetze so perfekt inszeniert, dass Ultras vieler Vereine mitgemacht haben."

"Haben aktuell andere Sorgen"

Sprecher Sigi Zelt vom Bündnis ProFans sagte, Hopp habe "bis heute nicht verstanden, worum es im Kern der Proteste wirklich ging". Sie seien vor allem gegen die Kollektivstrafen durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) gerichtet gewesen.

Die Organisation "Unsere Kurve" wird auf Hopps Angebot aktuell nicht näher eingehen. "Wenn die Coronakrise vorbei ist, kann man sicher gerne solche Themen beleuchten", sagte Vollmer: "Wir haben aktuell aber ganz andere Sorgen."

Ähnlich äußerte sich Jan-Henrik Gruszecki vom Dortmunder Bündnis Südtribüne: "Das Thema Dietmar Hopp ist uns derzeit egal - das Statement von Dietmar Hopp spricht für sich."

RTL.de/sid

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