Erst Wellnesscenter, dann Friedhof

Fans fassungslos: Annemarie Eilfeld trauert am Grab von Nazi-Mutter Karin Ritter in Köthen

Sängerin Annemarie Eilfeld postete am Dienstag ein Foto vom Grab der kürzlich Verstorbenen auf ihrem Instagram-Account.
Sängerin Annemarie Eilfeld postete am Dienstag ein Foto vom Grab der kürzlich Verstorbenen auf ihrem Instagram-Account.
© instagram/annemarie_eilfeld

21. Mai 2021 - 10:58 Uhr

Kritik und Lob für Annemarie Eilfeld nach Grabbesuch in Köthen

Wenn man schon mal in Köthen ist, warum dann nicht zum Grab von Karin Ritter gehen? Das dachte sich offenbar Annemarie Eilfeld. Die Sängerin machte am Dienstag einen spontanen Abstecher zur Ruhestätte der Mutter der bekannten Neonazi-Familie. Annemarie postete anschließend ein Foto vom Grab der kürzlich Verstorbenen in ihrer Instagram-Story. Und dafür erntet sie nun Kritik im Netz. Wir haben mit Annemarie gesprochen.

„...wenn man schon mal in Köthen ist...#rip“

"...wenn man schon mal in Köthen ist...#rip", schreibt Eilfeld auf dem in ihrer Instagram-Story veröffentlichten Foto der letzten Ruhestätte Karin Ritters. Die Sängerin hat in Köthen ein Wellnesscenter besucht und die Gelegenheit genutzt, um der berühmten Skandal-Mutter die Ehre zu erweisen. Ein Bekannter von ihr sei auf dem Friedhof begraben, teilte Eilfeld auf RTL-Anfrage mit. Und Ritters Grab sei in der Nähe gewesen. Im Gegensatz zu ihrem Ehemann habe die in der Region sehr bekannte Frau ein "sehr schönes Grab" bekommen. "Egal was sie für ein Mensch war oder zu sein schien, finde die Menschlichkeit sehr bewegend, die ihr im Tod entgegengebracht wird", so die Sängerin. Sie habe sehr viel positives Feedback bekommen.

Das sehen offenbar nicht alle so. Viele Twitter-User reagierten überrascht, nahezu fassungslos auf den Post. "Nie nie nie niemals würde ich dieses Grab besuchen", schrieb eine Userin. "Und ich dachte, nach dem Sommerhaus der Stars könne mich Annemarie Eilfeld nicht mehr negativ überraschen...", kommentierte ein anderer.

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Karin Ritter: Ein Leben voller Armut und Gewalt

Karin Ritter starb im Januar diesen Jahres im Alter von 66 Jahren. Sie litt an einer chronischen Bronchitis und wollte aus Angst nicht ins Krankenhaus. Ihre letzten Tage verbrachte das Oberhaupt der berühmt-berüchtigten Ritter-Familie in einer Obdachlosenunterkunft in Köthen. Mit ihrem Lebensstil sorgten sie jahrzehntelang für Kopfschütteln. Begleitet von unseren Kollegen von stern TV führten Karin Ritter und ihre Söhne Norman, Christopher und Andy ein Leben voller Armut und Gewalt. Die Söhne sind arbeitslos, alkoholsüchtig und rechtsextrem. Einer zeigt schon als Neunjähriger auf Aufforderung der Großen den Hitlergruß. Immer wieder werden sie auffällig. Immer weiter geht es die gesellschaftlichen Stufen herab. (mor)