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Fan-Videos für Angela Merkel? So politisch ist TikTok wirklich!

Millionen Aufrufe für inszenierte Volksvertreter

Irrer TikTok-Trend: SO haben Sie unsere Politiker noch nie gesehen!

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Rasant wachsende Plattform macht Politiker zu schillernden Figuren

Von diesem unverhofften Ruhm wissen die vermeintlichen Idole wohl selbst nichts! Virale Clips bringen seit Wochen einen Hauch von Glamour auf die politische Bühne: Auf der rasant wachsenden Videoplattform TikTok verbreiten sich Fan-Videos deutscher und internationaler Polit-Prominenz. Statt Pop-Stars feiern die jugendlichen Nutzer Abgeordnete wie Peter Altmaier, Philipp Amthor und Markus Söder. Nun geriet auch US-Präsidenten-Sohn Barron Trump, über den wenig bekannt ist, in den Fokus der Öffentlichkeit. TikTok-Nutzer rufen in Videos mit über 200 Millionen Aufrufen zur „Befreiung“ des 14-Jährigen auf.

TikTok-User über Angela Merkel: „Sie ist einfach unsere Königin“

Hätten Sie gedacht, dass die Idole der 13- bis 23-Jährigen Angela Merkel, Armin Laschet oder Karl Lauterbach heißen? Ohne es zu merken, hat etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel längst zahlreiche Fan-Videos mit teils über einer Million Aufrufen. Doch statt um politische Inhalte geht es um das Aussehen und Auftreten der Mandatsträgerin. Die Reaktionen der Jugendlichen auf die Kanzlerin: „Mama Merkel“, „Sie ist einfach unsere Königin“, „Ich würde für Mama Deutschland sterben“ und „Meine Königin, ich werde dir bis in den Tod dienen“. Doch natürlich sind die Reaktionen der Teenager eher ironisch zu verstehen.

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Markus Söder „sieht aus wie Ted Bundy“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wird mit großem Augenzwinkern gleich zum „royalen Daddy“ und „Prince Charming“ ernannt. Zu Fotos aus seiner Jugend schreiben User: „Er ist echt heiß“, „So sympathisch“, „Unser neuer Kanzler“ und „Er sieht aus wie Ted Bundy“.

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Nach Spekulationen: Jugendliche wollen jüngsten Trump-Sohn befreien

Doch abseits bekannter Gesichter verehrt die junge Netzgemeinde jetzt auch einen Promi, der eigentlich bestmöglich aus der Öffentlichkeit herausgehalten werden soll. Über Barron Trump, den jüngsten und einzigen Sohn Donald Trumps, ist außer seiner Leidenschaft zum Fußball wenig bekannt. Schon mit 13 Jahren überragte er die Körpergröße des Präsidenten. Die Beliebtheit seines Vaters auf der Plattform überragt er allemal: Die Hashtags #savebarron und #savebarron2020 haben allein auf TikTok schon über 200 Millionen Aufrufe. Der Grund: Seit Wochen verbreiten sich Spekulationen über den Politiker-Sohn.

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Petitionen haben schon tausende Unterschriften

Ein Nutzer will einen Account Barrons auf einer Spieleplattform entdeckt haben. Dort soll er auch geschrieben haben, dass er die LGBT-Gemeinschaft unterstütze. Einen Beweis für die Wahrhaftigkeit dieser Info gibt es nicht. Der Beliebtheit der Hashtags schadet das aber nicht. Die jungen Nutzer vermuten, Barron sei kein Trump-Unterstützer – und wollen ihn aus der Obhut seines Vaters befreien. Für das nicht ganz ernst gemeinte Anliegen gibt es bereits mehrere Petitionen mit vielen tausenden Unterstützern.

So mächtig ist TikTok: Teenager blamieren Trump

 Vice President Mike Pence speaks at a campaign rally for President Donald Trump at the Bank of Oklahoma Center in Tulsa, Oklahoma on Saturday, June 20, 2020. President Donald Trump s campaign rally in Tulsa comes as coronavirus cases are on the rise
Trump-Wahlkampf: Viele Plätze in Tulsa blieben leer.
www.imago-images.de, imago images/UPI Photo, KYLE RIVAS via www.imago-images.de

Wie mächtig die noch junge Kurzvideo-Plattform mittlerweile ist, zeigte sich auch am Samstagabend: Für die teils leeren Ränge beim Wahlkampfauftritt des US-Präsidenten in Tulsa, Oklahoma soll eine gezielte Kampagne auf TikTok verantwortlich gewesen sein. Rund ein Drittel der 19.000 Plätze war unbesetzt.

In einem Clip mit mehr als 700.000 Aufrufen rief etwa Mary Jo Laupp, alias „TikTok Oma“, dazu auf, Tickets zu reservieren und dann nicht hinzugehen. „Geht, reserviert Tickets und last ihn dann allein auf der Bühne stehen“, sagte sie. Die „New York Times“ berichtete außerdem, dass sich Gruppen von Korea-Pop-Fans an der Aktion beteiligten und auch Tickets reservierten.

Sie brachten erst vor Kurzem einen Server der Trump-Kampagne zum Absturz. Vor dem Auftritt in Tulsa hatte Trumps Team angegeben, dass eine Million Ticket angefragt worden sein. Im Netz wurde die Aktion, die für ausbleibende Besucher sorgte, als „bester Abistreich aller Zeiten“ gefeiert.