RTL/ntv "Frühstart"

Giffey fordert Ausweitung der Notbetreuung

22. April 2020 - 10:34 Uhr

Schließungen wegen Corona dauern noch an

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat vor dem heutigen Koalitionsausschuss gefordert, die Notbetreuung von Kindern auszuweiten. Auch müssten Familien, die keinen Anspruch auf Notbetreuung haben, "Lohnausgleichs- und Lohnausfallzahlungen" bekommen. "Die sind nach dem Infektionsschutzgesetz im Moment noch möglich bis Mitte Mai. Aber wir müssen auch darüber hinaus denken, weil die Schließungen ja noch länger andauern", sagte Giffey. (Mehr im Video)

Weiter schlug die Familienministerin im RTL/ntv "Frühstart" vor, dass "nicht nur systemrelevante Berufe mit reinkommen, sondern auch Kinder, deren Kindeswohl gefährdet ist, bei denen das Jugendamt empfiehlt, zusätzlich zu unterstützen". Auch die sogenannte "Ein-Eltern-Regelung", wonach nur ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf arbeiten muss, damit die Familie Zugang zur Notbetreuung hat, müsse bundesweit einheitlich umgesetzt werden. "Ich wünsche mir, dass das überall gemacht wird", sagte Giffey.

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Schließung von Spielplätzen nicht zu verantworten

Zudem, so Giffey, müsse über die Öffnung Schulen und Kitas gesprochen werden. "Wir müssen auch darüber reden, wie wir zu einer schrittweisen, zu einer stufenweisen Öffnung von Kitas und Schulen kommen können." Längerfristige Schließungen hinzunehmen, sei nicht möglich. "Es ist nicht so, dass das bis zum Sommer einfach alles zu bleiben kann", so Giffey.

In Bezug auf abgesperrte Spielplätze sagte Franziska Giffey: "Eine kategorische Schließung von Spielplätzen finde ich nicht mehr richtig. Das ist nicht zu verantworten."

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