Familienministerin Giffey plant Reform

Frühchen-Eltern sollen einen Monat länger Elterngeld bekommen

Vorsorgeprojekt soll Zahl der Frühgeburten senken
© picture alliance / dpa, Bernd Wüstneck

17. Februar 2020 - 11:31 Uhr

Einen Monat mehr Geld für Frühchen-Eltern

Eltern von Frühchen könnten von bald von einem Gesetzesvorhaben der Familienministerin Franziska Giffey profitieren. Sie sollen künfitg einen Monat mehr Enterngeld erhalten, wenn ihr Kind mindestens sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin auf die Welt kommt. Der Gesetzesentwurf liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Giffey will Frühchen-Eltern stärker unterstützen. Sie sollen so mehr Zeit bekommen, "um mögliche Entwicklungsverzögerungen ihres Kindes besser auffangen zu können".

Eltern sollen laut Giffey länger in Teilzeit arbeiten dürfen, ohne Anspruch zu verlieren

Geplant ist auch, dass Paare in der Elterngeldzeit länger arbeiten dürfen als bisher, ohne ihren Anspruch auf das Geld zu verlieren. Sie sollen in Zukunft 32 Stunden statt wie bisher 30 Stunden pro Woche arbeiten. Außerdem sollen die Regeln für den sogenannten Partnerschaftsbonus gelockert werden. Dabei handelt es sich um zusätzliches Elterngeld, das Paare erhalten können, wenn beide Partner Teilzeit arbeiten und sich damit die Betreuung der Kinder teilen.

Grenze für Spitzenverdiener sinkt

Spitzenverdiener sollen in Zukunft kein Geld mehr bekommen. Paare, die mehr als 300.000€ verdienen, werden demnach keinen Anspruch mehr auf die staatliche Leistung haben. Bisher liegt die Grenze bei 500.000 Euro. Familienministerin Franziska Giffey (SPD) will mit der Reform nach eigenen Angaben das Elterngeld noch mehr auf Partnerschaftlichkeit zwischen Müttern und Vätern ausrichten. Geplant ist, dass die Neuregelungen im kommenden Jahr in Kraft treten. Eine monatliche Erhöhung ist aber nicht vorgesehen.