Familienministerin Franziska Giffey fordert gleiches Gehalt für Erzieher und Grundschullehrer

Frühkindliche Förderung soll auch gut bezahlt werden, findet Familienministerin Franziska Giffey und fordert daher, das Gehalt von Erziehern dem von Grundschullehrern anzupassen.
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25. März 2018 - 12:48 Uhr

Franziska Giffey fordert bessere Bezahlung für Erzieher

Erzieher verdienen etwa brutto, was Grundschullehrer netto am Ende des Monats ausgezahlt bekommen. Ist das gerecht? Nein, findet Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und fordert eine deutlich bessere Bezahlung von Erziehern. Diese sollte auf das Niveau von Grundschullehrern angehoben werden, schlug die SPD-Politikerin in der 'Bild am Sonntag' vor.

Mehr Gehalt würde Erzieher-Beruf attraktiver machen

"Kitas sind Bildungseinrichtungen", sagte sie. "Und aus meiner Sicht verdienen Erzieherinnen und Erzieher, auch jene, die im Ganztagsbetrieb im Hort arbeiten, eine Bezahlung ähnlich wie Pädagogen, die etwa in der Grundschule arbeiten."

Es gehe schließlich um Menschen, "die in der Bildung arbeiten und die Basis für die Zukunft unserer Kinder und damit für die Zukunft der Bundesrepublik legen", sagte Giffey. Außerdem würde eine Ausbildungsvergütung für angehende Erzieherinnen und Erzieher dazu führen, dass sich mehr junge Menschen für diesen Beruf entscheiden.

Kinder müssten möglichst früh eine gute Förderung erhalten

Und wer soll das bezahlen? "Da sind alle gefragt, Bund und Länder."  Ein Einstiegsgehalt von Erziehern im öffentlichen Dienst liegt bei etwa 2.600 Euro brutto, das Einstiegsgehalt von Grundschullehrern liegt je nach Bundesland zwischen 3.100 bis zu 4.400 Euro brutto.

Giffey betonte, Kinder müssten möglichst früh eine gute Förderung erhalten. Dafür seien mehr Kita-Plätze nötig. Außerdem müsse die Qualität der Kitas weiter verbessert werden. Dies gelte auch für die Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Die dafür vom Bund vorgesehenen zwei Milliarden Euro seien nur ein erster Schritt.

"Eins ist klar: Was wir heute nicht in unsere Kinder investieren, wird später viel, viel teurer", betonte Giffey. "Im Moment verlieren wir noch viel zu viele Kinder." Die entscheidende Frage sei, wie man es schaffe, "dass möglichst alle Kinder - egal aus welchen Familienverhältnissen - in der Schule Erfolg haben, eine Ausbildung oder ein Studium beenden können"