Nachbarn hörten Schreie

Mann soll Ehefrau getötet haben - Leiche im Garten in Teltow gefunden

Frau stirbt nach Gewaltverbrechen in Teltow
© dpa, Christophe Gateau, cgt

25. Oktober 2019 - 11:52 Uhr

Frau in Teltow bei Gewaltverbrechen tödlich verletzt

Mitten in der Nacht hörten die Nachbarn im noblen brandenburgischen Teltow südlich von Berlin plötzlich Schreie. Als sie zum Einfamilienhaus eilten, fanden sie eine schwer verletzte Frau und einen ebenfalls schwer verletzten Mann im Garten vor. Sofort alarmierten sie Polizei und Rettungskräfte. Doch für die Frau kam jede Hilfe zu spät, die starb noch vor Ort. Der Mann wurde in eine Klinik gebracht. 

Jugendlicher wird seelsorgerisch betreut

25.10.2019, Brandenburg, Teltow: Mitarbeiter der Spurensicherung und der Polizei stehen vor einem Haus, in dem eine Frau bei einem Gewaltverbrechen tödlich verletzt wurde. (zu dpa «Frau stirbt nach Gewaltverbrechen in Teltow») Foto: Christophe Gateau
Die Nachbarn sind nach dem Gewaltverbrechen im noblen Teltow schockiert.
© dpa, Christophe Gateau, cgt

Gegen 1.19 Uhr hörten die Anwohner die Schreie von einem Grundstück in der Teltower Chopinstraße, teilte die Polizei mit. Der genaue Ablauf der Tat und mögliche Motive seien Gegenstand "intensiver Ermittlungen". Bisher sei nur klar, dass es sich "möglicherweise um ein Tötungsdelikt" handelt.

Auch ein Jugendlicher sei vor Ort gewesen sein. Der junge Mann werde derzeit seelsorgerisch betreut, heißt es.

Ehepaar stand offenbar kurz vor der Scheidung

Wie die "Märkische Allgemeine" berichtet, handelt es sich bei den beiden Personen um ein Ehepaar, das schon mehr als 20 Jahre in dem Haus lebt. Das Paar habe zwei Kinder, der Mann soll in der Verwaltung des Bundestages arbeiten. Sie standen wohl kurz vor der Scheidung.

Außerdem soll es nicht die erste Gewalttat sein, berichtet die Zeitung weiter. Vor einigen Wochen habe der Ehemann die Frau maskiert überfallen und mit Kabelbindern gefesselt, wie sie einem Nachbarn beim Hundespaziergang erzählt haben soll.

Die Menschen in der Einfamilienhausgegend sind am Freitag geschockt: "In unserer friedlichen Gegend kann so etwas doch nicht passieren!" sagt ein Mann dem Blatt.