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Familie Müller lebt mit Känguru: Wird ihnen Viggo nun weggenommen?

Familie Müller kämpft um Känguru Viggo
Familie Müller kämpft um Känguru Viggo Landkreis bemängelt Haltung 02:00

Zu wenig Platz für Viggo: Landkreis Celle will Familie Müller das Känguru wegnehmen

Für Viggo und seine Familie ist es ein ganz schwerer Tag. Denn obwohl das kleine Känguru, auch Wallaby genannt, bereits seit Jahren bei seiner Menschenfamilie in Bergen in Niedersachsen lebt, soll es jetzt umziehen. Weg von Zuhause. Denn Viggo ist so exotisch, dass die Behörden den Müllers das flauschige Familienmitglied wegnehmen wollen.

Mama Sandra hat Viggo per Hand aufgezogen

Nachdem Viggos Känguru-Mama bei seiner Geburt im Tierpark gestorben war, zog Tierpflegerin und Ersatz-Mutti Sandra Müller ihn per Hand auf. Seitdem hat er sogar einen Platz auf dem Familiensofa. Wie die Familie ihren Alltag mit Viggo lebt, können Sie sich im Video ansehen.

Doch nun sagt der Landkreis Celle: Diese Haltung ist nicht artgerecht. Kängurus brauchen mehr Auslauf. „Das Tier muss vergesellschaftet werden, das bedeutet nichts anderes, als dass es Kontakt zu anderen Artgenossen braucht, derzeit hat es den nicht. Und die Familie bzw. die Halterin müssen uns nachweisen, dass sie überhaupt über eine entsprechende Sachkunde verfügen, um ein solch exotisches Tier zu Hause zu halten“, so Philip Stomberg vom Landkreis Celle.

Frist verstrichen: Veterinäramt kann Viggo jeden Moment abholen

Die Frist diese Auflagen zu erfüllen, ist nun verstrichen. Heißt: Familie Müller muss jeden Moment damit rechnen, dass das Veterinäramt Viggo abgeholt. Eine schreckliche Vorstellung für sie. Insbesondere Sohn Robin ist traurig: „Ich will nicht, dass er weggeht. Weil bald weg muss und dann werde ich sehr traurig sein und ja, ich hab ihn immer lieb.“

Doch klar ist auch, die Forderung nach mehr Platz und einem Artgenossen ist richtig. Das bestätigt auch Tierparkleiterin Tanja Riesmeier. „Es ist eine ganz schwierige Situation für die Familie und auch das Tier. Wenn das Tier nicht bei der Familie bleiben kann, wird es auf jeden Fall auch eine Trauerphase haben.“

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