Mit 2 kleinen Kindern bald auf der Straße?

Angeblich keine Hilfe von der Stadt: Familie droht Obdachlosigkeit

30. November 2020 - 18:39 Uhr

Zwangsräumung im Nacken: „Können kaum noch schlafen“

Familie de Jong ist verzweifelt: Nach einem Rechtsstreit mit ihren Vermietern müssen sie aus ihrer Wohnung raus – doch sie finden einfach keine neue. Auch ihre Heimatstadt Nordhorn könne ihnen angeblich erst dann helfen, wenn es bereits zu spät ist und das Ehepaar zusammen mit den Kindern (sechs und acht Jahre) ohne Dach über dem Kopf dasteht. Muss es wirklich soweit kommen? RTL-Reporterin Lisa Siewert versucht, zu helfen. Wie dramatisch die Situation der de Jongs ist und was wir erreichen können, um das zu ändern, sehen Sie im Video.

„Was, wenn die mir die Kinder wegnehmen?“

"Meinem Sohn und meinen Enkeln droht die Obdachlosigkeit!" Mit diesen eindringlichen Worten bittet Anja Hermeling, die Mutter von Patrick de Jong, RTL um Hilfe. Der Hintergrund: Wegen Mietmängeln hatte die Familie die Miete gekürzt. Es folgte ein erbitterter Streit mit der Vermieterin, der vor Gericht endet. Letztendlich schließen die Parteien einen Vergleich: Die Mietkürzung sei zwar teilweise berechtigt, doch die Familie muss bis Mitte November ausziehen - sonst drohe eine Zwangsräumung.

Doch trotz Wohnberechtigungsschein und aller Bemühungen finden die de Jongs keine neue Bleibe. Denn Patrick hat erst kürzlich seinen Job verloren, und auch die Räumungsklage und weitere Schulden sind für viele Vermieter sicher abschreckend. Zudem scheint die Wohnungslage in Nordhorn sehr angespannt. Nicht nur Mutter Anja macht sich deshalb riesige Sorgen. "Die haben sich viele Wohnungen angeguckt, bekommen aber eine Absage nach der anderen. Er selber hat zu mir auch mal gesagt: 'Mama, was ist, wenn die mir die Kinder wegnehmen – nur weil ich keine Wohnung kriege?'", erklärt sie im RTL-Interview.

Kann wirklich niemand helfen?

Patrick und seine Frau Ann-Cathrin sind mit ihren Nerven am Ende: "Man wird komplett alleine gelassen in Deutschland", so das bittere Fazit des früheren Stahl- und Hallenbauers. Bei der Stadt hätten sie trotz mehrfacher Anrufe nichts erreichen können, so das Paar. Der zuständige Bearbeiter im Rathaus hingegen erklärt unserer Reporterin: "Eine Kontaktaufnahme hat bis heute nicht stattgefunden."

Ihren Kindern wollen die de Jongs nicht zeigen, wie schlimm die Situation wirklich ist: "Wir ziehen um, aber wohin kann ich nicht sagen. Es bleibt eine Überraschung" – so versucht Ann-Cathrin sie zu vertrösten. Aber kann es wirklich sein, dass eine Familie auf der Straße landet, weil das Amt erst dann eingreifen kann? Das will RTL-Reporterin Lisa Siewert herausfinden. Was sie herausfindet und ob es für die vier doch noch ein verfrühtes Weihnachtswunder gibt, sehen Sie im Video.