Falscher Alarm im Eifel-Zoo: Vermisste Raubkatzen hatten Gehege gar nicht verlassen

01. Juni 2018 - 19:23 Uhr

Raubkatzen hatten Gehege doch nicht verlassen

Die in einem Zoo in der rheinland-pfälzischen Eifel zeitweise vermissten Raubtiere sind entgegen ersten Informationen der Behörden bis auf einen Bären doch nicht aus ihren Gehegen entkommen. Das sei wegen der Überschwemmungen zunächst nicht erkennbar gewesen, sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, Andreas Kruppert. Der Bär sei auf einem Weg im Zoo erschossen worden.

Bär von Polizei erschossen

Mitarbeiter und Polizei konnten die Raubtiere, die aus dem Eifel-Zoo Tierpark Neu-Bierbach entkommen waren, wieder einfangen.
Mitarbeiter und Polizei waren auf der Suche nach den Raubtieren, von denen angenommen wurde, dass sie aus dem Eifel-Zoo Tierpark Neu-Bierbach entkommen waren.
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Ein Großaufgebot der Polizei suchte zwischenzeitlich nach zwei Löwen, zwei Tigern und einem Jaguar, von denen angenommen worden war, dass sie dem Eifel-Zoo Lünebach entkommen waren. Ein Bär war zuvor von den Einsatzkräften erschossen worden.

Anwohner waren aufgefordert worden in ihren Wohnungen zu bleiben. Ein Sprecher der zuständigen Kreisverwaltung in Bitburg hatte den Ausbruch der Tiere bestätigt. Neben Kräften von Feuerwehr und Polizei waren auch Tierärzte im Einsatz.

Über der Eifel hatte in der Nacht zum Freitag ein großes Unwetter getobt, das in einigen Gegenden schwere Schäden verursachte. Auch die Gehege des Eifel-Zoos sollen teilweise überschwemmt und unterspült worden sein, meldet der 'SWR' unter Berufung auf eine Polizeisprecherin in Trier.

Der Eifelzoo in Lünebach liegt 50 Kilometer nördlich von Trier entfernt, 20 Kilometer südlich der nordrhein-westfälischen Landesgrenze. Insgesamt leben auf dem knapp 30 Hektar großen Gelände 60 exotische und einheimische Tierarten. Der Zoo wirbt auf seiner Homepage mit Raubkatzen, darunter Sibirische Tiger und Afrikanische Löwen.