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Fall Susanna: Irak kritisiert Übergabe von Ali Bashar

Der irakische Flüchtling Ali Bashar
Der irakische Flüchtling Ali Bashar wird verdächtigt, Susanna in Wiesbaden vergewaltigt und getötet zu haben. © imago/onemorepicture, onemorepicture / Thorsten Wagner, imago stock&people

Irakische Zentralregierung protestiert

Die irakische Regierung hat die Übergabe des Tatverdächtigen im Fall Susanna an Deutschland als Rechtsverstoß kritisiert. Es gebe zwischen beiden Ländern kein Abkommen über eine Auslieferung von gesuchten Personen, teilte das Außenministerium in Bagdad mit.

Ali Bashar in Frankfurt in Untersuchungshaft

Mordfall Susanna Mainz Trauer
Susanna wurde im kleinen Kreis beigesetzt. © dpa, Andreas Arnold, arn nwi

Den Verstoß hätten sowohl die kurdische Regionalregierung als auch Deutschland begangen. Nur das Justizministerium der irakischen Zentralregierung in Bagdad habe die Befugnis für einen Austausch von Gesuchten. Der Verdächtige Ali Bashar war nach der Tat in die kurdischen Autonomiegebiete im Nordirak geflohen und dort festgenommen worden.

Kurdische Sicherheitskräfte übergaben ihn am Samstag in der Regionalhauptstadt Erbil deutschen Polizeibeamten, die ihn zurück nach Deutschland geleiteten. Der Chef der Bundespolizei, Dieter Romann, war persönlich in den Nordirak geflogen, um den Verdächtigen abzuholen. Der irakische Flüchtling wird verdächtigt, Susanna in Wiesbaden vergewaltigt und getötet zu haben. Er sitzt in Frankfurt in Untersuchungshaft. Den Mord hat er gestanden, eine Vergewaltigung bestreitet er. 

Ali Bashar ist vermutlich bereits 21 Jahre - nicht 20 wie zunächst angenommen. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf das Strafmaß.

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