Gleich zwei Fälle in Nordrhein-Westfalen

Fake-Polizisten und Fake-Streifenwagen erwischt

Polizei zieht Fake-Streifenwagen aus dem Verkehr.
Polizei zieht Fake-Streifenwagen aus dem Verkehr.
deutsche presse agentur

Die Betrüger hatten Wagen zum Polizeiauto umgebaut

Wochenlang haben falsche Polizisten in Nordrhein-Westfalen ihr Unwesen getrieben. Doch damit ist jetzt Schluss! Erst haben die echten Beamten am Dienstag in Wermelskirchen einen umgestalteten Streifenwagen und mehrere Fake-Waffen aus dem Verkehr gezogen. Dann am Mittwoch mehrere Jugendliche festgenommen, die sich als Kriminalbeamte ausgegeben hatten.

Maschinengewehr und zwei Pistolen im Auto

In dem falschen Streifenwagen wurden auch mehrere Waffen sichergestellt.
In dem falschen Streifenwagen wurden auch mehrere Waffen sichergestellt.
Polizei NRW

Die Polizei hatte den unerlaubt mit gelb-blauen Folien beklebten Mercedes an einer Wermelskirchener Kreuzung gestoppt. Laut Polizei sah das Fahrzeug einem Streifenwagen sehr ähnlich und hatte sogar eine Blaulicht-Leuchte auf dem Dach montiert - ohne Genehmigung. Der 27-jähriger Halter des Wagens sei mehrfach vor Ort als selbsternannter Ordnungshüter aufgetreten, so die Polizei.

Zudem stellte die Polizei im Fahrzeug auch gefälschte Schusswaffen sicher. Darunter den Softair-Nachbau eines Maschinengewehrs und einer Pistole sowie eine Gaspistole. Einen Waffenschein habe der Mann dafür nicht gehabt.

Falsche Kriminalbeamten in Lünen

Am frühen Mittwochmorgen gab sich in Lünen ein 15 Jahre alter Jugendlicher als Kriminalbeamter aus und wollte zwei Männer kontrollieren. Die beiden 20-Jährigen trauten der Sache nicht und verlangten die Dienstausweise. Daraufhin drohte der angebliche Polizist mit einer Schreckschusspistole und holte zur Verstärkung einen mit einem Schlagstock bewaffneten Komplizen dazu.

Die falschen Polizisten flüchteten in einem Auto. Zudem schlug der 15-Jährige einem der vermeintlich kontrollierten Männer ins Gesicht. Wenig später griff die Polizei den 15-Jährigen sowie einen 17-Jährigen und 24-Jährigen auf. Bei den Männern fanden sie Marihuana sowie 6.000 Euro bei dem 17-Jährigen, deren Herkunft unklar blieb.