Fake-Kettenbrief kursiert: Achtung, Schoko-Falle bei WhatsApp!

Fake-Kettenbriefe verbreiten sich bei WhatsApp oft extrem schnell.
Fake-Kettenbriefe verbreiten sich bei WhatsApp oft extrem schnell.
© dpa, Martin Gerten, mg sab bwe lof jai dna soe hjb

27. April 2018 - 18:23 Uhr

Betrüger locken mit kostenlosen Milka-Körben

Momentan macht ein ziemlich gemeiner Fake-Kettenbrief via WhatsApp die Runde. Darin wird behauptet, dass die Firma Milka jeden mit einem kostenlosen Schokoladenkorb belohnt, um 192 Jahre Qualitätsservice zu feiern. Doch Vorsicht: Dabei handelt es sich um einen Betrugsversuch! Milka hat nämlich rein gar nichts mit dieser kuriosen Nachricht zu tun. Was steckt also dahinter, woran erkennen Sie Fake-Nachrichten und was können Sie tun, wenn Sie bereits in die Betrugsfalle getappt sind?

Die Masche mit der Schokolade

Falsche Kettenbriefe bei WhatsApp sind leider keine Seltenheit. Das Ziel der Betrüger: Möglichst viele Daten sammeln und weiterverkaufen.

Wer auf den Link im Kettenbrief klickt, landet auf einer Website, die mit dem Milka-Logo und den unternehmenstypischen Lilatönen täuschend echt aussieht. Dort werden die Nutzer dazu aufgefordert, an einem Quiz teilzunehmen, wie das Online-Portal 'Mimikama' berichtet. Es folgt eine Gewinnbestätigung.

Doch bevor der User seinen (angeblich) gewonnenen Schokoladenkorb bekommt, muss er seine Daten angeben und das Gewinnspiel an 20 Freunde weiterleiten. Auf diese Weise verbreitet sich der Fake-Kettenbrief rasend schnell. Leichtgläubig klicken immer mehr Menschen auf den Link, schließlich kommt die Nachricht von vertrauenswürdigen Freunden und Bekannten aus der eigenen Kontaktliste. Am Ende gibt es keinen leckeren Schokoladenkorb, sondern unzählige Spam-Mails im Postfach.

Daran erkennen Sie die Fake-Nachrichten

Bei den tückischen Kettenbriefen steckt der Teufel wortwörtlich im Detail. In diesem Fall erhielten die Betroffenen laut dem Online-Magazin 'Bento' folgende Nachricht: "Milka belohnt jeden mit einem kostenlosen Schokoladen korb, um 192 Jahre Qualitätsservice zu feiern. Holen Sie sich Ihren kostenlosen Schokoladen Korb hier..."

Neben dem zugegebenermaßen schwer erkennbaren Fehler, dass die Marke Milka erst seit 117 Jahren existiert, finden sich in der kurzen Nachricht auch Rechtschreibfehler ("Schokoladen korb"). Wer sich den Link näher anschaut, erkennt außerdem, dass das kleine i von Milka durch das Sonderzeichen 'ı' ersetzt wurde.

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So schützen Sie sich vor der Datenfalle

Zunächst einmal gilt: Den Link nicht anklicken. Die Verbraucherzentrale NRW rät dazu, Nachrichten mit verdächtigen Links umgehend zu löschen. Auf gar keinen Fall sollten Sie die Kettenbriefe weiterschicken. Noch ein Trick: Die Nachricht zunächst in eine Suchmaschine eingeben. Über Betrugsversuche wie diese wird in der Regel nämlich sehr schnell im Internet berichtet.