Fahnenflucht in die Ukraine: Bundeswehrsoldat schließt sich prorussischen Separatisten an

16. Oktober 2014 - 15:15 Uhr

Ausrüstung mitgenommen

Ein fahnenflüchtiger Bundeswehrsoldat hat sich offenbar den prorussischen Separatisten in der Ostukraine angeschlossen. Es gebe Hinweise, dass der Soldat dort bereits an Gefechten teilgenommen habe, schreibt die 'Süddeutsche Zeitung'. Mit ihm fehle seine Gefechtsausrüstung.

Deutscher Soldat kämpft gegen Ukraine
Bundeswehrsoldat soll sich prorussischen Separatisten angeschlossen haben. Foto: Symbolbild.
© REUTERS, MARKO DJURICA

So soll sich der Hauptgefreite, der zu den Fallschirmjägern im niedersächsischen Seedorf gehört, kürzlich zunächst für zwei Wochen krank gemeldet haben. Danach sei er "nicht zum Dienst erschienen", heißt es weiter.

Soldat in der Sowjetunion geboren

Und weiter: "Ermittlungen haben ergeben, dass er sich wahrscheinlich in die Ukraine abgesetzt hat, um dort die pro-russischen Separatisten zu unterstützen." Nach "Aussage eines Zeugen", der mit dem Soldaten über den Kurznachrichtendienst 'WhatsApp' Verbindung gehabt habe, "befand sich der Soldat bereits in Gefechten in der Ukraine".

Der deutsche Staatsbürger wurde nach Informationen aus Militärkreisen 1991 in der zerfallenden Sowjetunion geboren. Er habe sich vor zwei Jahren als Zeitsoldat für vier Jahre verpflichtet. In Militärkreisen heißt es, dass er keine Schusswaffe der Bundeswehr mitgenommen habe. Offiziell wollte sich die Bundeswehr auf Anfrage der Zeitung nicht weiter äußern und verwies auf die laufenden Ermittlungen.