Fahnder durchsuchen Wohnungen von Salafisten

Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sollen sieben Salafisten aus Deutschland islamistische Terroristen in Syrien mit Autos beliefert haben.
Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sollen sieben Salafisten aus Deutschland islamistische Terroristen in Syrien mit Autos beliefert haben.
© dpa, David Ebener

24. September 2014 - 15:05 Uhr

Islamische Terroristen mit Autos beliefert

Sieben Salafisten aus Deutschland sollen islamistische Terroristen in Syrien mit Autos beliefert haben. Fahnder aus drei Bundesländern durchsuchten die Wohnungen und einen Treffpunkt der sieben Verdächtigen. Schwerpunkt der Aktion war der Raum Nürnberg, wo fünf der Verdächtigen leben.

Nach Erkenntnissen der Ermittler sollen die Männer im Alter zwischen 23 und 36 Jahren im August 2013 Geld für einen Krankenwagen gesammelt haben, der anschließend nach Syrien geliefert wurde. Das berichtete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Rande der CSU-Klausur in Kloster Banz. In Syrien wurde das Auto nach Informationen der Sicherheitsbehörden aber nicht für humanitäre Zwecke eingesetzt, sondern zu einer Art Mannschaftswagen mit montierter halbautomatischer Waffe umgebaut.

Im November soll die Gruppe dann für die Terrormiliz Islamischer Staat Geländewagen nach Syrien gefahren haben. "Bei den Durchsuchungsmaßnahmen haben 50 Ermittler zahlreiche Beweismittel wie Computer, Festplatten, CDs und USB-Sticks sichergestellt, die nun sorgfältig ausgewertet werden", soHerrmann.