Fachleute: Datenschutz mit Gesundheitsdaten vereinbar

Der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Dieter Kugelmann sitzt in einem Gerichtssaal. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild
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17. März 2020 - 12:10 Uhr

Datenschutz und die Abfrage von personenbezogenen Daten im Zuge der Coronakrise können miteinander vereinbar sein - unter bestimmten Voraussetzungen. "Informationen zur Gesundheit sind sehr sensible Daten", erklärte der Landesbeauftragte für den Datenschutz, Dieter Kugelmann, am Dienstag in Mainz. "Wer solche Daten erhebt oder verarbeitet, muss sich der besonderen Verantwortung bewusst sein." Wichtig sei, dass die Maßnahmen von Arbeitgebern und Dienstherren verhältnismäßig seien.

Es sei zum Beispiel in Ordnung, personenbezogene Daten von Mitarbeitern zu erheben, um die Ausbreitung des neuartigen Virus innerhalb des Kollegiums so gut wie möglich zu verhindern. Das gelte insbesondere, wenn eine Infektion bereits nachgewiesen wurde oder ein Mitarbeiter nachweislich Kontakt mit einer betroffenen Person hatte. Auch ein Aufenthalt in einem Gebiet, das vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft werde, rechtfertige eine Datenerhebung. Das gelte auch für Besucher.

Quelle: DPA