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Facebooks 'Messenger Kids': Brauchen sechsjährige Kinder schon eine Chat-App?

Brauchen Kinder schon einen Facebook-Messenger?
Brauchen Kinder schon einen Facebook-Messenger? Neue App für Kinder 02:16

Messenger-App für Kinder - muss das schon sein?

Facebook schon für Kinder – da gehen die Meinungen der Eltern deutlich auseinander. Die einen sind strikt dagegen, die anderen finden es ok. Jetzt bietet Facebook zum ersten Mal einen Dienst für Kinder unter 13 Jahren an. Kann das gut gehen? Und was ist das überhaupt?

'Messenger Kids': Hier sollen Kinder im geschützten Raum untereinander chatten

Facebook startet "Messenger Kids":
Facebook startet 'Messenger Kids': So soll der Dienst für Kinder unter 13 Jahren aussehen. © dpa, Uncredited, wal jai

Im 'Messenger Kids' sollen Kinder in einer geschützten Umgebung mit Familienmitgliedern und untereinander kommunizieren. Jeder einzelne neue Kontakt muss von den Eltern abgesegnet werden. Mit dieser Chat-App für Kinder startet Facebook zunächst in den USA. Die Accounts im 'Messenger Kids' können nur von den Eltern angelegt werden, und diese müssen auch jeden einzelnen neuen Kontakt freigeben, wie Facebook erklärte.

Werbung soll es nicht geben und auch die Daten der Kinder würden nicht für Anzeigen ausgewertet, betont Facbeook. Mit der Anmeldung beim Kinder-Messenger werde auch kein Facebook-Profil erstellt. Die App ist für Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren gedacht.

Die Kinder können nichts im 'Messenger Kids' löschen, Eltern haben zugleich keinen Zugriff auf den Inhalt von Unterhaltungen von ihren eigenen Geräten aus. Einen Mechanismus zur Übertragung von Daten in die Erwachsenen-Version des Messenger bei Erreichen des Alters von 13 Jahren gibt es bisher nicht.

Medienpädagogin: Facebooks 'Messenger Kids' kann Kinder an Social Media heranführen

Medienpädagogin Iren Schulz verteufelt den neuen Messenger nicht, auch wenn sie das Alter sechs für noch sehr jung hält: "Darüber kann man Kinder in einem geschütztem Raum an Social Media heranführen", sagt sie im Interview mit RTL. Was sie Eltern sonst noch empfiehlt und wie andere Mütter über den neuen Messenger denken, sehen Sie im Video.

Nach den amerikanischen Bestimmungen zum Kinderschutz dürfen Online-Dienste wie Facebook erst Nutzer ab einem Alter von 13 Jahren für ihre Standard-Versionen ohne spezielle Kontrollmechanismen akzeptieren. In der Praxis melden sich jedoch oft auch jüngere Kinder unter Angabe eines falschen Geburtsdatums an und setzen sich damit Gefahren aus. Facebook selbst verweist auf eine Umfrage, nach der 80 Prozent der Kinder im Alter zwischen acht und 13 Jahren angefangen hätten, soziale Medien zu nutzen.

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