Facebook und Bing tun sich zusammen

Konzernzusammenschluss von Microsofts Suchmaschine Bing und Facebook.

14. Oktober 2010 - 20:13 Uhr

Angriff auf Google

Microsoft greift Google an: Mit einer neuen Strategie versucht der Konzern, die Dominanz Googles einzuholen und tut sich mit Facebook zusammen. Die Verbindung soll dem Underdog Bing mehr Benutzer bringen.

Durch den Zusammenschluss wollen die Konzerne die Suche im Internet mit den Möglichkeiten von Online-Netzwerken ergänzen. Die Idee ist, dass Einträge in der Trefferliste der Microsoft-Suchmaschine Bing mit Informationen von Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern verknüpft werden. Die Einbindung von Funktionen des Sozialen Netzwerks soll die Suche im Internet persönlicher machen und relevantere Ergebnisse liefern.

Fachleute werteten die Partnerschaft als Versuch von Microsoft, den großen Abstand zum führenden Konkurrenten Google zumindest zu verringern. Das Online-Netzwerk Facebook bringt mit seiner schnell wachsenden Basis aus bereits mehr als 500 Millionen Nutzern ein enormes Netz sozialer Verknüpfungen ein.

'Liked Results'

Bei der Suche im Internet gehe es nicht nur um die Verbindung zwischen Daten, sondern auch zwischen Menschen, erklärte Microsoft bei der Ankündigung des gemeinsamen Projekts. So soll die neue Funktion 'Liked Results' auch Einträge auflisten, die Facebook- Kontrakte mit dem Vermerk 'Gefällt mir# gekennzeichnet haben.

"Menschen treffen ihre Entscheidungen immer wieder mit Hilfe von Informationen ihrer Freunde", erklärte Microsoft und nannte persönliche Empfehlungen für einen Film, ein Restaurant oder ein Mobiltelefon. Mit dem neuen Angebot könne ein Nutzer aus den allgemeinen Suchergebnissen solche herausfischen, zu denen sich der eigene Bekanntenkreis bereits geäußert habe.

Zudem soll es leichter werden, bei Bing seine Freunde und Bekannte zu finden. Beide Unternehmen betonten, dass die Privatsphäre der Nutzer respektiert werde und nur dafür freigegebene Informationen für andere sichtbar seien.

Die Internet-Suche stellt bislang einen Anteil von mehr als 50 Prozent im Milliarden-Geschäft der Online-Werbung. Je größer die Zahl der Nutzer, desto mehr Werbeanzeigen zieht eine Suchmaschine an.