Kostenlos Onlineshop eröffnen

Facebook Shops: Einkaufen über Instagram, Whatsapp und Facebook

05. Juni 2020 - 21:39 Uhr

Facebook wird zur Einkaufsmeile

Facebook hält seine Mitglieder immer wieder mit neuen Funktionen und Innovationen bei Laune. Sogar eine eigene Digitalwährung bringt das Unternehmen auf den Weg. Nun soll Facebook auch noch zur Einkaufsmeile werden - und zwar mit der neuen Funktion "Facebook Shops". Zukünftig können Unternehmen kostenlos einen Onlineshop bei Facebook eröffnen. Auch die Facebook-Töchter Whatsapp und Instagram ziehen mit.

Shopping und soziale Kontakte an einem Platz

Gerade jetzt in Corona-Zeiten, wo viele Geschäfte vorübergehend schließen mussten, boomt der Onlinehandel. Und darauf setzt Facebook jetzt und will zur Plattform für den Online-Handel werden. Händler können nun Shops erstellen, die über Facebook und Instagram erreichbar sind. "Wenn Nutzer auf den Shop klicken, können sie kurz was zur Geschichte des kleinen Unternehmens lesen, die vorgestellten Produkte sehen und dann auch direkt Artikel dort kaufen," erklärt Mark Zuckerberg.

RTL-Digitalexpertin Frauke Holzmeier weiß, worin die Innovation dabei besteht: "Das Neue ist, dass alles miteinander verknüpft ist. Die Shops sind bei Facebook, WhatsApp und Instagram zu sehen. Man muss nur einmal seine Daten hinterlegen und das ist für Kunden ein praktischer Vorteil."

Zukünftig kann also direkt bei Facebook und Co. geshoppt werden ohne vorherige Umleitung auf eine externe Seite. Außerdem wird man die Online-Shops per Whatsapp, Facebook Messenger oder der Instagram-Chatfunktion direkt anschreiben können. Wenn im Facebook-System eine Kreditkarte hinterlegt ist, kann man dann auch sofort bezahlen.

Als weiteres neues Feature führt Facebook sogenanntes "Live Shopping" ein. Zukünftig können also Waren per Video-Livestream geshoppt oder verkauft werden.

Facebook handelt nicht ganz uneigennützig

Das alles ist ziemlich bequem für die Social Media-Nutzer. Denn zwei Online-Lieblingsbeschäftigungen sind auf einer Plattform vereint: Shopping und soziale Kontakte. Außerdem verkündete Mark Zuckerberg, mit dem Projekt Händlern durch die Corona-Krise helfen zu wollen.

So ganz uneigennützig ist das ganze aber nicht. "Zuckerberg sagt, er will Firmen durch die Krise helfen. Aber letztendlich ist es eine Möglichkeit, Nutzerdaten zu sammeln und zu Geld zu machen", erklärt RTL-Digitalexpertin Frauke Holzmeier. Denn: Facebook könnte mit seinen Shops sogar Handelsplattformen wie Amazon und Ebay Konkurrenz machen, glauben Experten. Das bringt jede Menge Einfluss und Einnahmen. Wenn alle Funktionen auf einer Plattform vereint sind, erhält Facebook außerdem neue Informationen über seine Nutzer. Damit kann das Unternehmen dann beispielsweise noch besser Werbung auf seine Mitglieder zuschneiden.