EZB fordert von Politik mehr Einsatz gegen Krise

12. Februar 2016 - 15:40 Uhr

EZB-Präsident Mario Draghi hat die europäischen Regierungen und die Finanzwirtschaft zu mehr Einsatz gegen die nach wie vor nicht ausgestandene Schuldenkrise ermahnt. Es sei nicht die Aufgabe der Notenbank als Ausputzer zu agieren. "Geldpolitik kann den Prozess der Reformen zwar unterstützen, indem sie Preisstabilität sichert und auch dafür Sorge trägt, dass Inflationserwartungen stabil bleiben. Sie kann aber keine Aktionen ersetzen, die andere Akteure - und das gilt auch für den Privatsektor - unternehmen müssen", sagte er.

Die Krise sei trotz der jüngsten Beruhigung in Teilen des Finanzsektors noch nicht vorbei: "Die ökonomischen Probleme in der Euro-Zone sind nach wie vor groß."