Eiszeit in Sibirien, Gluthitze in Australien

Extreme Weihnachtswetter weltweit - über 100 Grad Unterschied

Im Landesinneren drohen in Australien auch über Weihnachten Spitzenwerte bis 50 Grad.
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23. Dezember 2019 - 14:51 Uhr

Zwar wird nicht überall auf der Welt Weihnachten gefeiert - Wetter gibt es aber überall. Wo es in den nächsten Tagen am heißesten wird und wo ordentlich gefroren wird - das zeigen wir hier im Weihnachts-Check der extremsten Temperaturen weltweit. Mit einem satten Temperaturkontrast von über 100 Grad zwischen der kältesten und der heißesten Region. Reisen Sie mit zu den Hitze- und Kältepolen der Welt.

Der Hot-Spot der Welt - hier gibt es über 40 Grad

Australien glüht. Der australische Kontinent erlebt schon seit Tagen eine massive Hitze. Und auch zur Weihnachtszeit erreichen die Spitzentemperaturen zum Teil 43 bis an die 50 Grad.

Nicht so extrem, aber auch sehr heiß ist es im Südosten und Süden Afrikas. In Mosambik, Simbabwe und in Teilen Südafrikas stellenweise mit Höchstwerten bis 44 Grad.

Der letzte Hitzepol liegt - genau wie seine 2 Vorgänger - um den 20 bis 25 südlichen Breitengrad. Also im Bereich des südlichen Wendekreises der Sonne, wo sie derzeit im Zenit steht. Und zwar im zentralen Südamerika in Paraguay und Argentinien. Auch dort mit Temperaturen jenseits der 40 Grad. In Spitzen erleben die Menschen auch hier vorübergehend bis zu 43 Grad.

Von plus 50 bis minus 60 Grad - die weltweiten Temperaturen am Heiligen Abend
So verteilen sich die Temperaturen an Heiligabend. Rechts sehen Sie die Legende, um die Farben den Temperaturen zuzuordnen.
© wetter-ressort

Eiskammer Sibirien

Am eisigsten zeigt sich in nächster Zeit Sibirien. Hier sinken die Temperaturen teilweise auf knapp minus 60 Grad. Zu spüren bekommen das unter anderem die rund 6500 Einwohner im ostsibirischen Ust-Nera in der russischen Republik Jakutien. Kaum verwunderlich, dass man sich hier im kältesten bewohnten Gebiet der Welt befindet.

So stammt auch der absolute Kälterekord für die bewohnten Bereiche aus der globalen Eiskammer. Im 125 Kilometer entfernten Oimjakon, wo auch das Kältepol-Denkmal erbaut wurde. Angeblich mit einer Temperatur von minus 71,2 Grad aus dem Jahr 1926. Dieser Wert wurde zwar nie anerkannt, doch ist auch der offizielle Rekordwert von minus 67,8 Grad natürlich kalt genug.

Etwa 10 bis 20 Grad wärmer, aber immer noch bitterkalt

Der zweite Platz in Sachen Kältekammer der Welt geht in der Weihnachtszeit nach Grönland. Inmitten von Schnee und Eis liegt der Gipfel des grönländischen Eisschildes: Summit auf etwas über 3200 Metern. Seit 1989 ist die Station auch im Winter von 5 Personen besetzt. Somit gibt es in Summit wohl eines der einsamsten Weihnachtsfeste der Welt bei Temperaturen von um die minus 50 Grad oder knapp darunter.

Zweigeteilt präsentiert sich der dritte Platz. Einerseits im Norden Kanadas und Teilen Alaskas, rund um den Arktischen Ozean und die Beaufort-See mit Temperaturen um die minus 35 bis knapp unter minus 40 Grad. Ebenfalls in dieser Größenordnung liegen die Temperaturen der Forschungsstationen Wostok und Concordia. Beide befinden sich in der Antarktis - also auf der Südhalbkugel - auf über 3000 Metern Höhe.

Von beiden Extremen sind wir - zum Glück - weit entfernt. Hier gibt es den Wetter-Fahrplan fürs Weihnachtsfest hierzulande.

Ewiges Eis im Osten der Antarktis.
Ewiges Eis als Garant für Werte jenseits des Gefrierschrankes. So sieht es im Osten der Antarktis aus, wo es in nächster Zeit bis an die 40 Grad minus gibt.
© dpa, Atsuhiro Muto

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