EXTRA-Spezial: "Die Nacht der Ohnmacht - Wie Silvester in Köln außer Kontrolle geriet"

Zahlreiche Menschen sind am 31.12.2015 in Köln (Nordrhein-Westfalen) auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs zu sehen.
Situation Silvester am Kölner Hauptbahnhof. © dpa, Markus Boehm

Die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht 2015/2016 in Köln haben weltweit für Entsetzen gesorgt. Doch wie konnten die Ereignisse derart außer Kontrolle geraten? Welche Fehlentscheidungen und Versäumnisse gab es bereits im Vorfeld? EXTRA rekonstruiert die Ereignisse und hat mit Opfern und Augenzeugen der sexuellen Übergriffe sowie mit ranghohen Polizisten und politischen Entscheidungsträgern gesprochen. 

Die Recherchen zu der RTL-Dokumentation erstreckten sich über das ganze Jahr. Um die beispiellosen Versäumnisse aufzuarbeiten, sprachen die Autoren neben Opfern und Augenzeugen der sexuellen Übergriffe auch mit ranghohen Polizisten und politischen Entscheidungsträgern. 

Entstanden ist diese Dokumentation in Zusammenarbeit mit Christian Wiermer, Chefreporter des Kölner EXPRESS. Christian Wiermer: "Über kaum ein Ereignis ist 2016 so intensiv und kontrovers diskutiert worden wie über diese Nacht. Dennoch sind wir überzeugt, dass wir mit unseren Recherchen neue Erkenntnisse zu Tage gefördert haben, die ein anderes Schlaglicht auf das Chaos und die Pannen in der Kölner Silvesternacht werfen werden." So dokumentieren die Recherchen u.a., dass es an diesem Abend frühzeitige Hinweise auf eine Eskalation auf dem Bahnhofs-Vorplatz gab, die aber von der Polizei nicht hinreichend ernst genommen wurden.

Die Schlussfolgerungen der RTL-Dokumentation lassen sich in sechs Kernthesen zusammenfassen

Vom 31.12.2015, ca. 20 Uhr, bis zum 1.1.2016, ca. 6 Uhr, war einer der zentralen Plätze der viertgrößten Stadt Deutschlands für zehn Stunden ein (fast) rechtsfreier Raum. Die Autorität des Staates wurde folglich in Mitleidenschaft gezogen. 

Weil die Polizei nicht rechtzeitig klar und entschieden gehandelt hat, entstand bei den mutmaßlichen Tätern der Eindruck, dass „man sich heute alles erlauben kann“ und Fehlverhalten nicht sanktioniert wird. Die Eskalation nahm ihren Lauf.

Im Vorfeld der Silvesternacht und in der Nacht selbst wurden von den Verantwortlichen Fehlentscheidungen getroffen.

Die Polizei vor Ort war unterbesetzt und überfordert („Man hat keine Polizei gesehen!“). Sie hatte schlichtweg nicht mit Ereignissen dieser Dimension gerechnet. 

Es kam an diesem Abend zu einem Riss im Vertrauensverhältnis zwischen Polizei und Bevölkerung.

Den Opfern wurde an diesem Abend und danach nicht in ausreichendem Maße Aufmerksamkeit zuteil. 

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