Extra-Rückkehrprämie für abgelehnte Asylbewerber erfolglos

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27. März 2018 - 20:01 Uhr

Zahl der freiwilligen Ausreisen gesunken

Im Dezember hatte die Bundesregierung eine zusätzliche Rückkehrprämie für abgelehnte Asylbewerber eingeführt. Nun stellt sich heraus, dass der Erfolg dieser Maßnahme überschaubar war. Von Dezember bis Februar sei die Zahl der freiwilligen Ausreisen im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken, schreibt die "Neue Osnabrücker Zeitung".

Extra-Prämie ohne den gewünschten Effekt

Bis zu 3.000 Euro zusätzlich - das erhielten abgelehnte Asylbewerber von der Bundesregierung für eine freiwillige Rückkehr in ihr Herkunftsland. Trotz dieser Prämie hätten sich in den drei Monaten seit der Einführung nur 4.552 Menschen für eine freiwillige, geförderte Ausreise entschieden. Im Jahr zuvor waren es - damals noch ohne Extra-Prämie - fast doppelt so viele. Insgesamt hätten 1.565 Personen, davon 761 Einzelpersonen und 235 Familien, die Leistung in Anspruch genommen.

Bei der Prämie handelte es sich im eine sogenannte "Reintegrationsunterstützung". Abgelehnte Asylbewerber erhielten keine Barauszahlung, sondern eine Art "Wohngeld" im Heimatland. Darunter fielen Sachleistungen für Miete, Bau- und Renovierungsarbeiten oder die Grundausstattung für Küche oder Bad. Das Angebot der Bundesregierung lief bis zum 28. Februar und war eine Erweiterung des Programms 'Starthilfe plus', bei dem es auch bis zu 3.000 Euro Rückkehrprämie gibt.