Extinction Rebellion blockiert Fahrbahn der Friedrichstraße

"Friedrichstraße" steht auf einem Straßenschild. Foto: Paul Zinken/dpa
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09. Oktober 2020 - 5:21 Uhr

Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion haben am Donnerstagnachmittag in Berlin die Fahrbahn der Friedrichstraße blockiert. Zwischen 150 und 200 Menschen waren laut Polizeiangaben am S-Bahnhof Friedrichstraße auf der Straße. Demnach saß ein Teil von ihnen auf der Straße. Der Autoverkehr war zwischenzeitlich eingeschränkt, der Tramverkehr eingestellt. Kurz vor 20.00 Uhr sei die Straße wieder frei gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Der Verkehr habe sich wieder normalisiert. Über Zwischenfälle lagen keine Informationen vor.

Die Aktion richtete sich offenbar gegen die Verbreitung von "falschen & irreführenden Informationen zur #Klimakrise", wie aus einem Tweet der Gruppe zu entnehmen war. "Wir fordern #TellTheTruth! Die Menschen müssen die Wahrheit über das Ausmaß der Klimakatastrophe kennen!"

Auf ihrem Twitterprofil postete Extinction Rebellion zudem Bilder und Videos einer Demonstration vor der brasilianischen Botschaft. Die Protestaktion richtete sich demnach gegen Menschenrechtsverletzungen an indigenen Gemeinschaften und Umweltschützern sowie Umweltzerstörung im Amazonasgebiet.

Extinction Rebellion hatte für diese Woche eine Reihe von Protestaktionen gegen Umweltzerstörung und Klimawandel in Berlin angekündigt. Coronabedingt ist die Zahl der Teilnehmer vergleichsweise überschaubar. Vor rund einem Jahr hatten sich in Berlin mehrere Tausend Menschen an einer Aktionswoche mit sogenannten Flashmobs, Fahrraddemonstrationen und Brücken- und Straßenblockaden beteiligt. Am Mittwochabend blockierte die Gruppe Brücken und Straßen rund um den Bundestag.

Quelle: DPA