Umweltaktivisten protestieren gegen Black Friday

Extinction Rebellion blockieren die Hamburger Köhlbrandbrücke

Umweltaktivisten protestieren an Autobahn - Hamburg
© dpa, Bodo Marks, bom wst

27. November 2020 - 17:18 Uhr

Black Friday - extreme Rabatte sind Dorn im Auge der Umweltaktivisten

Heute ist er wieder, der Shopping-Tag schlechthin, der sogenannte "Black Friday". Ob Online oder im Einzelhandel - nahezu alle gewähren gerade drastische Rabatte und liefern Angebote, die sich sehen lassen können und genau aus diesem Grund haben heute Umweltaktivisten die Hamburger Köhlbrandbrücke blockiert.

Umweltschützer demonstrieren gegen den Massenkonsum

Der Schnäppchenjäger- und Großeinkaufstag wird von Umweltaktivisten mit einem höheren CO2-Ausstoß durch erheblich gesteigerten Warentransport in Zusammenhang gebracht. Laut den Umweltaktivisten sind genau solche Tage Gründe für die Klimakrise. Sie wollen mit ihrer Protestaktion dem Massenkonsum der Gesellschaft den Kampf ansagen und gegen eine vermeintliche Konsumkultur kämpfen, wie uns eine Aktivistin erklärt: "Heute ist Black Friday, heute wird konsumiert ohne Ende. Und wir sitzen hier auf der Köhlbrandbrücke der Hauptschlagader der Industrie in Hamburg. Hier wird importiert und exportiert. Hier fließen die Waren. Wir verbrennen fossile Energien für Transport und Produktion und das finden wir alles doof. Es treibt den Klimawandel voran und das muss der Senat erkennen und das muss ein Ende haben."

Aktivsten ketteten sich fest

Insgesamt 30 Mitglieder von Extinction Rebellion waren an dieser Demonstration beteiligt. Zehn von ihnen ketteten sich sogar an die Köhlbrandbrücke fest. Die Polizei sprach insgesamt von 40 bis 50 Menschen, die sich vor der Brücke versammelt hätten. Ein paar Demonstranten schafften es sogar auf die höchste Stelle der Brücke.

Bundesweite Aktion

Die Blockade hier in Hamburg war nur ein Teil einer bundesweiten Aktion. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein seilten sich Aktivisten von Autobahnbrücken runter.