Explosionsgefahr?

TÜV warnt vor Powerbanks - was Nutzer jetzt wissen müssen

Besonders im Sommer praktisch: Powerbanks, die unterwegs zu "Lebensrettern" werden können. Allerdings gibt es große Qualitätsunterschiede.
Besonders im Sommer praktisch: Powerbanks, die unterwegs zu "Lebensrettern" werden können. Allerdings gibt es große Qualitätsunterschiede.
© deutsche presse agentur

02. August 2021 - 10:55 Uhr

Kleine Kraftpakete: Besonders im Sommer praktisch

Sicher haben auch Sie eine zu Hause: eine Powerbank. Besonders im Sommer sind sie praktisch, damit das Smartphone bei Ausflügen zum See oder langen Autofahrten in den Urlaub stets einsatzbereit bleibt.

Doch jetzt warnen TÜV-Experten vor den kleinen Energielieferanten. Worauf Sie bei Kauf und Benutzung achten sollten - wir verraten es Ihnen.

TÜV warnt vor Billig-Geräten

Seit die Powerbanks vor einigen Jahren auf den Markt gekommen sind, erleichtern sie unser Leben enorm. So klein, dass sie oft sogar in die Hosentasche passen, und doch verlängern sie die Akkulaufzeit unserer Smartphones oder Tablets um einiges.

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Doch zu den zu Beginn nur im Fachhandel erhältlichen, hochqualitativen Geräten kamen mit der Zeit auch viele billige, schlecht verarbeitete Powerbanks. Besonders vor diesen warnt der TÜV.

Achtung: Explosionsgefahr!

"Der Einsatz minderwertiger Ladeakkus kann das zu ladende Gerät beschädigen und sogar zu fatalen Folgen wie Bränden oder Explosionen führen", so Dr. Hermann Dinkler, Brand- und Explosionsschutzexperte des TÜV-Verbands in einer Pressemitteilung.

Explosionen? Brände? Das klingt furchtbar. Um so schlimme Folgen zu vermeiden, sollte man laut dem Experten beim Kauf auf bestimmte Dinge achten.

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Finger weg von starken Schnäppchen

Die schlechte Nachricht: Teuer bedeutet in diesem Fall wirklich besser. Wenn das Schnäppchen zu schön scheint, um wahr zu sein, dann sollten Sie die Finger davon lassen, rät der Experte.

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Besonders sollten Sie auf das Verhältnis von Preis und versprochener Ladeleistung der Powerbank achten. Denn selbst wenn von dem Akku keine Gefahr ausgeht, ärgern Sie sich mindestens über die viel zu schwache Ladeleistung.

Zertifikate geben Sicherheit

Wenn Sie absolut sichergehen wollen, dass Sie Ihr Geld in ein sicheres und hochqualitatives Produkt investieren, dann rät der TÜV, auf ein seriöses Zertifikat zu achten. Das kann beispielsweise das TÜV-Siegel sein oder auch das GS-Zertifikat.

Darauf sollten Sie bei der Nutzung achten

Bei der Temperatur geht es den Powerbanks wie uns Menschen: Die Idealtemperatur liegt für Akkus zwischen 0 und 35 Grad, so der TÜV. Deswegen sollte extreme Hitze und pralle Sonne unbedingt vermieden werden. Denn so steigt die Gefahr, dass der Akku überhitzen und in Brand geraten könnte.

Eine gefährliche, aber oft unterschätzte Hitze-Falle ist das eigene Auto. In der Sommersonne geparkt, können leicht Temperaturen jenseits der 50 Grad erreicht werden – tückisch für Elektrogeräte aller Art.

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Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Ausgangsspannung der Powerbank mit der Ihres Smartphones übereinstimmt. Denn sonst kann Ihr Smartphone Schäden davontragen. Besonders praktisch: Es gibt Powerbanks, die die Ausgangsspannung automatisch erkennen und die Ladeleistung anpassen.

Ein letzter Tipp: Sobald Sie einen äußeren Schaden an Ihrer Powerbank feststellen – zum Beispiel ein verformtes Gehäuse oder sichtbare Schmelzstellen – sollten Sie diese entsorgen und nicht weiterverwenden. (ksp)