3. April 2015 - 12:35 Uhr

Ursache des Unglücks derzeit unklar

Mindestens vier Menschen sind bei der Explosion einer Ölplattform im Golf von Mexiko ums Leben gekommen. Es sei kein Öl ins Meer ausgelaufen, Rettungsschiffe hätten den Abfluss von Öl aus der Bohrinsel 'Abkatun Permanente' verhindert, teilte der Staatskonzern Pemex mit. Auch sei das Feuer gelöscht worden. Behördenangaben zufolge sind bei dem Unfall vor der südöstlichen Küste Mexikos 16 Menschen verletzt worden. Bis zu zehn Schiffe waren stundenlang im Einsatz gewesen, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Explosion auf Bohrinsel vor Mexiko: Vier Tote, angeblich keine Ölpest
Fünf Jahre nach der 'Deepwater Horizon'-Katastrophe explodiert erneut eine Bohrinsel im Golf von Mexiko, vier Menschen sterben.
© dpa, Diario Presente

Pemex dementierte Medienberichte, wonach die Flammen die Bohrinsel zum Kollaps gebracht hätten. Laut der Firma mussten nach dem Ausbruch des Feuers insgesamt 302 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Zwei der Opfer seien im kritischen Zustand. Beide sollten in ein Krankenhaus in Mexiko-Stadt verlegt werden. Die anderen Verletzten würden in Spitälern der Stadt Ciudad del Carmen im benachbarten Bundesstaat Campeche behandelt werden.

Die Ursachen des Unglücks in der Bucht von Campeche im Süden des Golfs von Mexiko waren zunächst unklar. Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer bei den Pump- und Entwässerungsanlagen der Plattform ausgebrochen.

Greenpeace fordert Stopp der Ölförderung auf See

Die Umweltorganisation Greenpeace forderte ein Ende der Ölförderung auf See. Die Explosion zeige erneut, wie gefährlich diese Art Arbeiten seien. «Fünf Jahre nach dem schweren Unfall der 'Deepwater Horizon' muss man leider feststellen, dass Unfälle nicht auszuschließen sind und jederzeit passieren können», schrieb Greenpeace. Elf Arbeiter waren 2010 bei einer Explosion auf der Bohrinsel im Golf von Mexiko gestorben. Das Unglück löste die bis dahin schwerste Ölpest in der Geschichte der USA aus.