Explodierte E-Zigarette: 'Dampfer' verliert sieben Zähne!

19. Januar 2017 - 17:09 Uhr

Der dreifache Familienvater Andrew Hall aus Idaho in den USA dampfte gerade seine E-Zigarette, als das Gerät plötzlich in seinem Mund explodierte. Er verlor bei dem Unfall sieben Zähne und erlitt Verbrennungen zweiten Grades. Scheinbar entgaste der Akku, der das Gerät dann kurz darauf fast vollständig zerstörte.

Beratung beim Kauf ist in den USA nicht mehr zulässig

Als Warnung für andere E-Raucher veröffentlichte der Familienvater Fotos samt Statement zum Unfall auf seiner Facebook-Seite. Der 30-Jährige gibt darin aber nicht dem Hersteller der elektronischen Zigarette, sondern dem Staat die Schuld! Genauer gesagt macht er die amerikanische Behörde für Lebensmittelüberwachung und Arzneimittelzulassung (kurz FDA) verantwortlich. Denn die ist auch für die Regulierung von Tabakwaren verantwortlich und hat erst Kurzem entschieden, dass Mitarbeiter der sogenannten 'Vape Shops', in denen die E-Zigaretten erhältlich sind, Kunden nicht mehr beraten dürfen.

Ohne zugelassene Beratung oder Hilfestellung wickeln oft ahnungslosen Dampfer die Heizdrähte der sogenannten 'Coils' (Verdampfer-Köpfe) der Geräte regelmäßig in Eigenregie. Bei den E-Zigaretten der letzten Generation handelt es sich allerdings um elektronische Geräte mit hoher Stromleistung. Hier muss vor allem der elektrische Widerstand beachtet werden. Wickelt man dabei die Drähte falsch oder verwendet falsche Akkus, kann sich der Akku der E-Zigarette schnell erhitzen - und eben ausgasen und explodieren. 

Das kann aber nur bei Geräten mit ungeregelten Akkuträgern vorkommen, die gerne von den Experten und Bastlern in der 'Dampferszene' benutzt werden. Die meisten handelsüblichen Akkuträger für Verdampfer besitzen zum Teil gleich mehrfache Sicherungen, die über einen Chip gesteuert werden.

Der verletzte Andrew hofft nun, dass er mit seinem Post möglichst viele andere Dampfer erreichen und rechtzeitig warnen kann.