Ex-Wulff-Sprecher weist Vorwurf der Bestechlichkeit zurück

14. Februar 2016 - 19:02 Uhr

Der ehemalige Sprecher von Ex-Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, hat den Vorwurf der Bestechlichkeit zurückgewiesen. In einem 69-seitigen Schreiben seiner Anwälte widerspricht er auch Darstellungen seines Ex-Chefs Wulff. Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte Glaeseker im März zusammen mit Partymanager Manfred Schmidt angeklagt. Sie hält es für erwiesen, dass Glaeseker dem Manager bei der Suche nach Sponsoren für die Promi-Party Nord-Süd-Dialog half und Schmidt ihn im Gegenzug zu Urlauben in seine Häuser nach Frankreich und Spanien einlud. Glaesekers Anwälte betonten, Wulff habe von den Reisen seines Sprechers auf Einladung Schmidts gewusst. Die Anwälte erklärten auch, die Sponsorensuche sei nicht als "Diensthandlung" zu bewerten, sondern Glaeseker habe sie rein privat für einen langjährigen Freund gemacht.

Außerdem seien die Ersparnisse durch die Urlaube und die vom Partymanager bezahlten Flüge nicht so hoch wie von der Staatsanwaltschaft berechnet, berichtete der 'Spiegel'.