Ex-Wulff-Sprecher hat eigenmächtig gehandelt

12. Februar 2016 - 15:38 Uhr

Der Ex-Sprecher von Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, hat bei der Planung des umstrittenen Lobby-Treffens Nord-Süd-Dialog weitgehend eigenmächtig gehandelt. Das ergab eine interne Überprüfung der Landesregierung in Hannover. "Es hat sich gezeigt, dass Herr Glaeseker immer sehr selbstständig gearbeitet hat", sagte Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) vor einer Sitzung des Rechtsausschusses des Landtages in Hannover.

Möllring will den Ausschuss über die Recherche aller Ministerien zur Finanzierung des Lobby-Treffens informieren, das insgesamt dreimal stattfand.

Inwiefern Wulff und der damalige Chef der Staatskanzlei und heutige Leiter des Bundespräsidialamtes, Lothar Hagebölling, von den Aktivitäten Glaesekers wussten, wollte Möllring zunächst nicht beantworten. Insgesamt sei bei der Recherche in allen Ministerien jedoch nichts "wirklich Spektakuläres" herausgekommen.