Ex-US-Präsident Carter wegen US-Häftling in Nordkorea

12. Februar 2016 - 15:30 Uhr

Der frühere US-Präsident Jimmy Carter ist in Nordkorea eingetroffen, wo er sich für die Freilassung eines inhaftierten Landsmannes einsetzen will. Der 85-Jährige und seine Begleitgruppe seien am Flughafen von Pjöngjang von Vizeaußenminister Kim Kye Gwan empfangen worden, berichtete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.

Carter will sich laut US-Medienberichten um die Freilassung des wegen illegalen Grenzübertritts zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilten Aijalon Mahli Gomes aus Boston bemühen. Der 30-Jährige war im Januar festgenommen worden, nachdem er die Grenze von China aus unerlaubt überquert hatte.

Vor gut einem Jahr hatte der frühere US-Präsident Bill Clinton (64) bei einer Blitzmission in Nordkorea die Begnadigung von zwei verurteilten US-Journalistinnen erwirkt. Auch sie waren wegen illegalen Grenzübertritts festgenommen worden.