Ex-Trump-Berater Steve Bannon will "rechtspopulistische Supergruppe" im Europäischen Parlament

Jetzt will Steve Bannon Europa erobern und eine "rechtspopulistische Supergruppe" etablieren.
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22. Juli 2018 - 11:32 Uhr

Früherer Berater von Donald Trump plant Bewegung in Europa

Steve Bannon, Ex-Berater von US-Präsident Donald Trump und Galionsfigur der radikalen Rechten in den USA, konzentriert sich einem Medienbericht zufolge nun auf Europa. Sein Plan: eine rechtsgerichtete Bewegung ("The Movement") im Europäischen Parlament zu etablieren und damit eine rechtspopulistische Revolte vor den Wahlen zum Europaparlament im Frühjahr 2019 auszulösen. Das berichtet das Nachrichtenportal "Daily Beast".

Steve Bannon will "rechtspopulistische Supergruppe" etablieren

Bannon fasst den Angaben zufolge eine "rechtspopulistische Supergruppe" im Europäischen Parlament ins Auge, der nach der Wahl 2019 bis zu einem Drittel der Abgeordneten angehören könnten. Ein vereinter Block solcher Größe könne den parlamentarischen Prozess ernsthaft stören und Bannon riesigen Einfluss innerhalb der populistischen Bewegung geben, hieß es weiter.

Sein Ziel: "Zwielichtigen Gruppen" von Rechtspopulisten helfen

Der 64-Jährige plane, nach den Zwischenwahlen in den USA Anfang November die Hälfte seiner Zeit in Europa zu verbringen. Bannon soll sein Hauptquartier in Brüssel aufschlagen. Sein Ziel: "zwielichtigen Gruppen" von Rechtspopulisten zu helfen, die vielfach ohne professionelle politische Strukturen oder bedeutsame Budgets operierten. Unterstützen will er sie offenbar unter anderem bei der Datenerfassung, Umfragen, gezielten Botschaften und der Suche in Denkfabriken. Zehn Mitarbeiter seien zunächst eingeplant.

Steve Bannon will dem Bericht zufolge ein Gegengewicht zum US-Investor George Soros werden, der liberale Gruppen unterstützt.

Donald Trump und Steve Bannon gehen seit August 2017 getrennte Wege

Steve Bannon, früher Chef-Wahlstratege von Donald Trump und Chefberater im Weißen Haus.
Steve Bannon war einst Chef-Wahlstratege von Donald Trump und Chefberater im Weißen Haus.
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US-Präsident Trump hatte Bannon während seines Wahlkampfes 2016 zum Chefstrategen und nach der Wahl zum Chefberater im Weißen Haus gemacht. Wegen Meinungsverschiedenheiten trennten sich die Wege der beiden jedoch im August vergangenen Jahres.