16. Mai 2019 - 12:29 Uhr

Sven Lau hat zwei Drittel seiner Haftstrafe verbüßt

"Von seiner ursprünglichen radikal-islamischen Haltung hat er sich deutlich distanziert", erklärt das Oberlandesgericht Düsseldorf zur vorzeitigen Haftentlassung für Sven Lau. Es sei davon auszugehen, dass der frühere Salafistenprediger nach der mehrjährigen Haft keine Straftaten mehr begehen werde. Der bekannteste Salafist Deutschlands, der auch unter dem Pseudonym Abu Adam bekannt war, ist im Juli 2017 zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Lau hat - inklusive der Zeit in der Untersuchungshaft - zwei Drittel dieser Haftstrafe verbüßt.

Verurteilt wegen Unterstützung einer Terror-Vereinigung

Lau war vom OLG wegen der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung schuldig gesprochen worden. Er habe die islamistische Miliz Jamwa unterstützt und dabei etwa in Syrien Islamisten als Kämpfer für den Dschihad vermittelt, befanden die Richter damals.

Das Oberlandesgericht hat nach eigenen Angaben vor seiner Entscheidung über die Haftentlassung unter anderem Stellungnahmen der Justizvollzugsanstalt sowie des Aussteigerprogramms für Islamisten eingeholt. Lau kommt nun auf Bewährung auf freien Fuß.