Ex-NFL-Profis verklagen NFL: Pillen statt Behandlung

22. Mai 2014 - 7:17 Uhr

Weil man ihnen jahrelang Medikamente gegeben haben soll, um Verletzungen zu kaschieren, hat eine Gruppe von rund 500 ehemaligen Spielern die National Football League (NFL) der USA verklagt. Wie US-Medien meldeten, werfen die Ex-Profis den Teamärzten vor, ihnen illegal Arzneimittel ohne Verschreibung verabreicht zu haben, ohne auf die möglichen Nebenwirkungen hinzuweisen, unter denen viele noch heute litten.

Einige der Kläger versicherten, man habe ihnen nie gesagt, dass sie sich einen Knochen gebrochen hatten und ihnen stattdessen Schmerztabletten gegeben. Andere bekräftigten, dass sie auch lange nach ihrem Ausscheiden von den Schmerzmitteln abhängig blieben.

Erst im vorigen Jahr hatte sich die NFL mit rund 18 000 ehemaligen Spielern und Hinterbliebenen außergerichtlich auf eine Zahlung von 765 Millionen Dollar (545 Mio. Euro) geeinigt. Mehr als 4500 Ex-Profis hatten die Liga verklagt, absichtlich klare Beweise für Langzeitschäden am Hirn durch ständige Kopfstöße zurückgehalten zu haben.