Ex-Nato-Mitarbeiter weist Spionagevorwurf zurück

13. Februar 2016 - 19:54 Uhr

Zu Beginn eines Spionageprozesses hat ein ehemaliger Nato-Mitarbeiter bestritten, auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein geheime Daten des Militärbündnisses ausgespäht zu haben. "Ich sehe nicht, wo ich etwas Unrechtes getan haben könnte", sagte der Mann zu Beginn des Prozesses vor dem Koblenzer Oberlandesgericht. Vielmehr habe er sich Daten beschafft, um auf eine Sicherheitslücke aufmerksam zu machen. "Ich bin von meiner Unschuld überzeugt."

Der 61-Jährige, der mehr als 30 Jahre für die Nato arbeitete, soll sich im März 2012 geheime Informationen auf der Airbase in der Pfalz besorgt und deren Weitergabe geplant haben. Laut Anklage ging es unter anderem um Passwörter für Computersysteme und Manöver. Dies hätte eine Gefahr für das Bündnis und die Sicherheit Deutschlands darstellen können.