Ex-Nationalspieler übt Kritik am Umgang mit Dynamo Dresden

Ex-Nationalspieler Ulf Kirsten. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild
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19. Mai 2020 - 16:41 Uhr

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Ulf Kirsten hat den Umgang mit Dynamo Dresden als "Wettbewerbsverzerrung" kritisiert. Während die 2. Bundesliga den Neustart am vergangenen Wochenende vollzogen hat, befindet sich der Kader des sächsischen Zweitligisten wegen zwei Corona-Fällen noch bis zum 22. Mai in häuslicher Quarantäne.

"Den Spielern fehlen 14 Tage Training, was das Verletzungsrisiko erhöht. Zudem erhöht sich der Druck auf Dynamo als Tabellenletzten noch einmal, wenn die Konkurrenten in der Zeit den Vorsprung vergrößern, in der Dresden nicht spielen darf", wird Kirsten in der am Mittwoch erscheinenden "Sport Bild" vorab zitiert. "Das ist Wettbewerbsverzerrung. Ich frage mich, ob man das mit renommierten Vereinen auch so gemacht hätte", sagte der 54-Jährige.

Die Deutsche Fußball Liga will in dieser Woche darüber entscheiden, ob das erste Dynamo-Spiel nach Beendigung der Quarantäne bei Arminia Bielefeld verlegt wird. Provisorisch wurde die Partie für den 27. Mai um 18.30 Uhr angesetzt. Damit blieben den Sachsen allerdings nur vier Tage für das Mannschaftstraining vor dem scharfen Start.

Quelle: DPA