Ex-Formel-1-Boss Ecclestone

Hamilton sollte nicht zu Ferrari wechseln

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30. November 2019 - 9:57 Uhr

Bleib bei Mercedes!

Sechs Weltmeister-Titel konnte Mercedes-Pilot Lewis Hamilton bereits für die Silberpfeile einfahren. Weitere Titel sollen her – aber auch für Mercedes? Der frühere Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat für den frisch gebackenen Weltmeister einen wichtigen Rat parat.

Ratschlag des früheren F1-Chefs

Der 89-Jährige glaubt, dass ein Wechsel zu Ferrari die falsche Entscheidung für Hamilton wäre. "Wenn ich Lewis wäre, würde ich nach einem weiteren Titel aufhören", sagte Ecclestone im Interview mit der englischen Zeitung "Daily Mail". Mit dem siebten WM-Titel würde der Brite den Rekord von Formel-1-Legende Michael Schumacher einstellen.

Leclerc hat Vorteile

Ecclestone begründet seinen Ratschlag mit der Personalie Charles Leclerc: "Wenn Charles Leclerc bei Ferrari bleibt, dann würde ich Geld drauf wetten, dass er sich gegen Lewis durchsetzen würde. Nicht zwangsläufig, weil er besser ist. Sondern weil er der Etablierte im Team wäre", erklärte Ecclestone die Vorteile des jungen Monegassen.

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„Ferrari ist ein eigenartiger Arbeitsplatz“

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Ein weiterer Grund dafür, Hamilton von einem Wechsel zu italienischen Rennstall abzuraten: Ecclestone ist überzeugt, dass der 34-Jährige nicht zur Scuderia passt. "Ferrari ist ein eigenartiger Arbeitsplatz. Und Lewis spricht kein Italienisch", sagte der Ex-Formel-1-Boss: "Kann passieren, dass sie sich gegen ihn verbünden. Oder dass sie sich in ihn verlieben. Ich glaube aber nicht, dass er für sich selbst und den Sport einen so guten Job machen könnte wie bei Mercedes."

Absage an Ferrari

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Davon abgesehen spricht Vieles dafür, dass Hamilton seine Karriere bei Mercedes beendet, obwohl der britische Formel-1-Pilot kein Geheimnis aus seiner Bewunderung für Ferrari macht.

In einem Interview mit der Schweizer Zeitung 'Blick' hatte der 34-Jährige kürzlich Gerüchte über einen Wechsel zurückgewiesen. "Für viele ist Ferrari der letzte Traum einer Karriere", hatte Hamilton gesagt: "Ich ticke nicht so. Seit ich 13 Jahre alt bin, gehöre ich zur Mercedes-Familie. Das wird sich kaum ändern."

Seit 2007 fährt der Brite für das deutsche Werksteam. Sein Vertrag bei den Silberpfeilen läuft noch bis Ende 2020.