Ex-First-Lady Bettina Wulff äußert sich zu Rotlicht-Gerüchten

03. Juli 2013 - 14:22 Uhr

"Ich habe nie als Escort-Lady gearbeitet"

Bettina Wulff kämpft um ihre Ehre. Die ehemalige First Lady geht gegen Gerüchte vor, sie habe im Rotlichtmilieu gearbeitet. Diese Unterstellung gibt es seit Jahren. In ihrem Buch 'Jenseits des Protokolls' schreibt die 38-Jährige von der "übelsten stillen Post, die man sich vorstellen könne".

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Die ehemalige 'First Lady', Bettina Wulff, wehrt sich gegen Gerüchte, sie habe im Rotlicht-Milieu gearbeitet.
© dpa, Jens Kalaene

Das ursprünglich erst für November angekündigte Buch ist bereits in vielen Buchhandlungen erhältlich. Im Vorwort schreibt Wulff laut 'Bild': "Ich möchte, dass die Menschen mich so sehen, wie ich bin. Als eine ziemlich normale Frau und Mutter, die ihr Leben so leben möchte, wie sie es will, und nicht, wie andere es von ihr erwarten..."

Doch die Gerüchte um ihre angebliche Escort-Tätigkeit machten ihr das Leben schwer. "Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte", schreibt sie und legt diese Erklärung ab: "Ich habe nie als Escort-Lady gearbeitet."

In dem gut 200 Seiten starken Buch heißt es: "Obwohl ich mich sonst bestimmt für eine starke Frau halte, die so schnell nichts aus der Bahn wirft, habe ich darüber in den Jahren so viel geheult - ich fragte mich: Warum? Warum machen die das mit mir?"

Bereits 34 Unterlassungserklärungen unterzeichnet

Jetzt hat Bettina Wulff auch vor Gericht eidesstattlich versichert, dass es sich um eine Lüge handelt. Zu entsprechenden Berichten erwirkte sie bei zahlreichen Medien Unterlassungserklärungen, wie ihr Rechtsanwalt Gernot Lehr bestätigte. Am Samstag erzielte sie einen weiteren Erfolg: Fernsehmoderator Günther Jauch erkannte ihren Unterlassungsanspruch an - ein Zugeständnis, das Lehr gerichtlich bestätigen lassen will.

Der Anwalt bestätigte, "dass in den vergangenen Monaten zahlreiche Verlage, Journalisten und Internet-Aktivisten Unterlassungserklärungen unverzüglich nach Aufforderung abgegeben haben, ohne auch nur zu versuchen, die falschen Darstellungen zu rechtfertigen".

Außerdem sei in einigen Fällen Schmerzensgeld durchgesetzt worden, so Lehr. Mittlerweile hätten 34 deutsche und ausländische Blogger und Medien Unterlassungserklärungen abgegeben, berichtete die 'Süddeutsche Zeitung'.