Ex-Esa-Chef will Hessen bei Raumfahrt nach vorn bringen

Johann-Dietrich "Jan" Wörner spricht. Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild
Johann-Dietrich "Jan" Wörner spricht. Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild
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22. Juli 2021 - 15:00 Uhr

Wiesbaden (dpa/lhe) - Der neue hessische Raumfahrtkoordinator Johann-Dietrich Wörner will die Kompetenzen von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft für eine gemeinsame Strategie bündeln. Die Raumfahrt sei für die gesamte Gesellschaft wichtig, sagte der ehemalige Generaldirektor der Europäischen Raumfahrtagentur Esa am Donnerstag in Wiesbaden. Ziel sei, Technologien zu entwickeln, die auch von anderen genutzt werden können. Hessen verfüge über viele Kompetenzen im Raumfahrtbereich.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte, Wörner sei aufgrund seiner langjährigen Erfahrung sowie als gebürtiger Hesse Wunschkandidat für diesen Posten gewesen. Er bringe in diesem Bereich alles mit. "Wir versprechen uns davon sehr viel." Die Stelle sei bei der Staatskanzlei angesiedelt. Wörner arbeite im Ehrenamt und werde die Aufgabe von August an wahrnehmen.

In Hessen haben mehrere nationale und internationale Institutionen aus der Luft- und Raumfahrtindustrie ihren Sitz. Dazu zählen das Europäische Raumflugkontrollzentrum Esoc der Europäischen Weltraumorganisation Esa, die Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten Eumetsat sowie das Centrum für Satellitennavigation Hessen (cesah).

Ohne Raumfahrt gäbe es keine genauen Wettervorhersagen, keine Navigationssysteme, kein Satellitenfernsehen und keine Live-Berichterstattung, sagte Bouffier. Sie ermögliche die Übermittlung von Daten und Informationen im Bereich der Satellitenkommunikation. Zudem können man sich auf Klimamodelle stützen, die auf Basis von Daten aus der Raumfahrt entstehen.

© dpa-infocom, dpa:210722-99-477224/3

Quelle: DPA

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