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Ex-Bundesliga-Trainer Sascha Lewandowski mit 44 Jahren gestorben - Staatsanwaltschaft beantragt Obduktion

Ex-Bundesliga-Trainer Sascha Lewandowski mit 44 Jahren gestorben - Staatsanwaltschaft beantragt Obduktion

Sascha Lewandowski, ehemaliger Trainer von Union Berlin und Bayer Leverkusen, ist tot. Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Bochum bestätigen, ist der 44-Jährige am Mittwochnachmittag leblos in seiner Wohnung aufgefunden worden.

Sascha Lewandowski
Schock für viele Fußballfans: Ex-Trainer Sascha Lewandowski wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden.
dpa, Sergey Dolzhenko

Einzelheiten über die Todesursache wurden zunächst nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft hat beim Amtsgericht Bochum eine Obduktion des Leichnams beantragt. "Es ist ein laufendes Verfahren. Mehr können wir dazu derzeit nicht sagen. Sollte der Obduktion stattgegeben werden, ist Anfang nächster Woche mit einem Ergebnis zu rechnen ", erklärte Andreas Bachmann von der ermittelnden Staatsanwaltschaft Bochum.

Zuletzt war Lewandowski als Trainer beim Zweitligisten Union Berlin im Einsatz. Anfang des Jahres hatte er wegen eines Burnouts-Syndroms, das funktionelle Herzbeschwerden verursacht, eine Pause eingelegt. Im März folgte der komplette Rückzug.

Damals war Lewandowski mit seinen gesundheitlichen Problemen an die Öffentlichkeit getreten: "Ich hatte gehofft, dass eine kurze Pause reichen könnte, die Beschwerden deutlich zu verringern. Dies war aber leider überhaupt nicht der Fall. Neben den gesundheitlichen Risiken muss ich auch akzeptieren, dass ich aktuell einfach nicht annähernd die Power habe, mit so viel Energie zu arbeiten, wie ich es als Cheftrainer gewohnt bin und wie die Mannschaft es verdient. Nach Einschätzung meiner Ärzte wird es noch Monate dauern, bis ich wieder der Alte bin."

Union-Präsident Dirk Zingler reagierte mit großer Betroffenheit auf den Tod Lewandowskis: "Wir sind tief bestürzt und unglaublich traurig. Unsere aufrichtige Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie und den Angehörigen von Sascha Lewandowski“, hieß es in einer Mitteilung der 'Eisernen'.

Auch die Verantwortlichen seines früheren Clubs Bayer Leverkusen äußerten ihre Bestürzung. Bayer-Geschäftsführer Michael Schade: "Wir alle sind schockiert und tief betroffen. Unsere Gedanken sind jetzt bei seiner Lebensgefährtin und bei seinen Familienangehörigen. Sascha Lewandowski war ein wunderbarer Mensch, der in Leverkusen Spuren hinterlassen hat. Sein Name ist eng verbunden mit den sportlichen Erfolgen unseres Klubs in den vergangenen Jahren. Es ist furchtbar, dass er nun nicht mehr unter uns ist. Wir alle hatten gehofft, ihn im Sommer wieder auf einer Trainerbank zu sehen."

Vor seinem Trainerjob in Berlin war Lewandowski bei Bayer Leverkusen tätig. Von April 2012 bis Sommer 2013 trainierter er gemeinsam mit Sami Hyypiä bis Sommer 2013 den Bundesligisten. Nach Hyypiäs Entlassung im April 2014 übernahm er bis Saisonende erneut das Bundesligateam der Leverkusener.