"Erhebliche Fluchtgefahr"

Ein Schlag ins Gesicht: Ex-Boxweltmeister Felix Sturm bleibt wegen Steueraffäre vorerst hinter Gittern

Ex-Boxweltmeister Felix Sturm bleibt vorerst hinter Gitter
Ex-Boxweltmeister Felix Sturm bleibt vorerst hinter Gitter
© Imago Sportfotodienst

20. April 2019 - 11:03 Uhr

Geht Sturm K.o.?

Für den ehemaligen Boxweltmeister Felix Sturm kommt es knüppeldick. Nach der Festnahme wegen Steuerhinterziehung hatte das Amtsgericht Köln eine Kaution in Höhe von einer Million Euro festgelegt. Den sogenannten Verschonungsbeschluss hob das Landgericht Köln nun kurzerhand wieder auf. Sturm bleibt vorerst also hinter Gittern.

Reine Vorsichtsmaßnahme

Zu groß seien die Befürchtungen, Sturm, der zuletzt in Bosnien lebte, könne sich aus dem Staub machen. "Die Kammer geht angesichts der Straferwartung im Steuerstrafverfahren und fehlender Bindungen des Beschuldigten in und an Deutschland von einer erheblichen Fluchtgefahr aus, der auch nicht durch eine hohe Kautionszahlung oder andere Maßnahmen wirksam begegnet werden kann", teilte das Landgericht mit.

Harte Zeiten für den Ex-Weltmeister

Eine Schlagzeile folgt derzeit auf die andere. Erst vor wenigen Tagen wurde gegen Sturm parallel zur Steueraffäre ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Gesetz des Doping im Sport (AntiDopG) und vorsätzlicher Körperverletzung zugelassen. Alles in allem droht dem 40-Jährigen jetzt eine fünfjährige Haftstrafe.