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Ex-Astronaut glaubt: Gerst wird erst 2019 zurückkommen

Alexander Gerst auf der ISS
Das von der ESA veröffentlichte Foto zeigt den Astronauten Alexander Gerst auf der Internationalen Raumstation ISS. Foto: ESA/NASA/Alexander Gerst © deutsche presse agentur

Der missglückte Start von zwei Raumfahrern zur Raumstation ISS wird sich nach Ansicht des früheren Astronauten Ulrich Walter auf die Rückkehr der derzeitigen ISS-Crew zur Erde auswirken. "Alexander Gerst wird sicherlich noch einmal drei Monate länger da oben bleiben", sagte Walter am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Der Professor für Raumfahrttechnik rechnet damit, dass Gerst und die zwei weiteren Besatzungsmitglieder erst Anfang 2019 zurückkehren können. Die Europäische Weltraumorganisation Esa hatte zuvor erklärt, es sei noch zu früh, über eine mögliche Verlängerung der Mission zu entscheiden.

Am Vormittag hatten zwei Raumfahrer den ersten Fehlstart einer russischen Sojus-Rakete seit Jahrzehnten dank einer Notlandung überlebt. Die Kapsel der beiden war an Fallschirmen nahe der Stadt Dscheskasgan im Zentrum Kasachstans niedergegangen. Die Trägerrakete hatte sich 119 Sekunden nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur wegen technischer Probleme abgeschaltet und aufgelöst.

Auch wenn beide Raumfahrer wohl unverletzt blieben - die Landung sei nicht ungefährlich gewesen, erklärte Walter: "Das große Problem ist die schnelle Drehung, dieses Trudeln, weil das zu einer Störung des Gleichgewichtsorgans führt." Das sei aber alles im Voraus berechnet worden und solche Situationen trainierten Astronauten in ihrer Ausbildung.


Quelle: DPA

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