Illegale Corona-Müllentsorgung und Dokumentenfälschung

Über 100 Festnahmen bei Europol-Razzia

30. November 2020 - 18:17 Uhr

Kontaminierter Müll als potenzieller Infektionstreiber

Das Coronavirus greift nach wie vor stark um sich - die Infektionszahlen steigen täglich. Ein Grund dafür könnte die nicht ordnungsgemäße Entsorgung des Corona-Mülls sein, etwa kontaminierte Schutzkleidung oder Schutzmasken. Deshalb hat Europol die Operation "Retrovirus" ins Leben gerufen und im Zuge der ersten Kontrollen bereits über 100 Täter festgenommen. Wie diese Kontrollen ablaufen, sehen Sie im Video.

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Corona Abfälle müssen gesondert entsorgt werden

Laut Infektionsschutzgesetz muss der Müll, der mit Coronaviren in Kontakt kam, unter bestimmten Hygienemaßnahmen entsorgt werden. Dabei gehören die Abfälle in bestimmte Behälter, die reißfest, feuchtigkeitsbeständig und dicht sind. Und an einem gesonderten Ort.

An diese Vorgaben scheinen sich in Europa nicht alle Länder zu halten. Europol führte bereits in 30 Ländern Kontrollen durch und deckte immer wieder Fälle von illegaler Müllentsorgung sowie Dokumentenfälschung auf.

In Portugal führten die Behörden Razzien bei über 2.000 Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Gesundheitszentren durch. Dabei wurden 30 Personen festgenommen und Strafen in Höhe von 800.000 Euro gezahlt.